Seite 1 von 1

Trafos eingießen

Verfasst: Fr 5. Mär 2010, 12:05
von Rhen Dark
Hallo Leute,

demnächst bekomme ich Hauben für die Trafos/Drosseln meiner 801A Verstärker. Ich würde die Trafos/Drosseln gerne in den Hauben eingießen. Bin mir nicht sicher welche Vergussmasse ich dazu nehmen soll. Habt ihr einen Tipp für mich? Wenn das Projekt abgeschlossen ist werde ich es hier vorstellen. Danke für Eure Hilfe :-)

viele Grüsse

Rainer

Verfasst: Fr 5. Mär 2010, 19:51
von yogibaer
Hallo,

ich würde eine Polyurethan Vergußmasse nehmen. Reichelt hat sowas im Angebot. Schau mal bei Reichelt nach "HARZ PU500"


Herzliche Grüße aus Dorsten und noch viel Erfolg bei deinem Projekt.



Jörg

:beer

Verfasst: Fr 5. Mär 2010, 20:22
von mb-de
... und ich wuerde nicht unueberlegt irgendwelche Vergussmassen benutzen, sondern einfach den Trafohersteller meines Vertrauens fragen, was man dazu benutzen sollte.

Achte darauf, dass:

(a) Die Vergussmasse vom Hersteller als fuer den Zweck geeignet beschrieben und zugelasssen ist, und nicht mit die Isolation der Draehte,die Zwischenlagen oder den Wickelkoerper reagieren, schwaechen oder aufloesen....
(b) Du die Vergussmasse sicher und zuverlaessig verarbeiten kanst, ohne dass sich Giesslunker bilden.

Gruesse

Micha
===
PS: Vor einem Vierteljahrhundert benutzte mein damaliger Broetchengeber auch fuer Mittelspannungstransformatoren Epoxidharz von Ciba-Geigy (Araldit F?!), welches bei erhoehter Temperatur ausgehaertet wurde. Der Prozess des Giessens selbst war komplex und nicht einfach unter "Heimwerkstattbedingungen nachvollziehbar.

Verfasst: Fr 5. Mär 2010, 20:59
von yogibaer
Hallo,


@Micha,

wenn ich einen solchen Tip weitergebe, habe ich das vorher natürlich schon
selber probiert. Dieses Vergußsystem ist natürlich für Transformatoren geeignet. Natürlich wird auch nichts angelöst weil es sich wie ich schon geschrieben habe um ein 2K PU-System handelt welches aus einem Diisocyanat als Härter und einem entsprechenden Poyetherpolyol besteht. Das Polyetherpolyol ist mit einem anorganischen Füller angereichert.

Das Material ist natürlich langsam aufzurühren das keine Luft mit eingearbeitet wird. Die Vergußmasse muss langsam eingefüllt werden so das es nicht zu Lufteinschlüssen kommt. Dabei sollte man soviel Material einfüllen, das es durch die Oberflächenspannung leicht über die Becherkante ragt. Da der Verguß beifällt ist man dann nach dem Abbinden bündig.Durch die chemische Reaktion beim Abbinden entsteht Wärme (~ 50 Grad). Das macht dem Trafo aber nichts. Des weiteren denke ich das ordentliche Trafos eh vorher eine Vakuumtränkung bekommen haben so das diese Aktion nur noch dem mechanisch stabilen Fixieren im Becher dient.


Herzliche Grüße aus Dorsten,


Jörg





:beer


P.S.: Vieleicht verrät uns Arkardi ja womit er seine Trafos "pottet".
:mrgreen:

Verfasst: Fr 5. Mär 2010, 21:29
von mb-de
Hallo Joerg,

ich kenne das Hoehne PU500/2 als Vergussmasse fuer Muffen und aehnliche Anordnungen - das Zeug wird gewissen Muffen zur Untergrundmontage als Fuellmasse in einem Zweikammer-Mischbeutel beigepackt... und rein als 'mechanische Verbindung' zwischen schon getraenktem Trafo und Kanne kann ich mir es noch vorstellen - aber es waere nicht unbedingt meine erste Wahl dafuer.

Naja, vielleicht sollte Rainer einfach mal an einem Wochentag den Arkadi oder den Gerd Reinhoefer anrufen und fragen, ob es eine Empfehlung gibt, die man in Rainers Werkstatt verarbeiten kann...

Beste Gruesse & :beer

Gruesse

Micha
===

Verfasst: Fr 5. Mär 2010, 21:38
von Tubes
Moin,

vllt. Voltatex.

Verfasst: Fr 5. Mär 2010, 23:11
von yogibaer
Hallo Heiner,


Voltatex ist wohl nur zum Tränken und nicht zum Vergiessen.


@Micha,

was besseres wie PU-Systeme kenne ich leider nicht. Was wäre denn dein Tip?



Herzliche Grüße aus Dorsten,



Jörg


:beer

Verfasst: Sa 6. Mär 2010, 11:13
von mb-de
Hallo Joerg,

da ich solche Dinge nie in 'Heimarbeit' gemacht habe, fehlt eine gute Antwort.

Die Trafos und Kaskaden, welche ich vor laengerer Zeit vergiessen liess, wurden nebenher in Labor meiner Firma mitgemacht - und da wurde Epoxidharz (meines Wissens Araldit F) verwendet, teils mit Quarzmehlfuellung (letztere allerdings nicht fuer Transformatoren)...

In letzter Zeit lasse ich Trafos vergossen liefern - das minimiert Probleme und den Umgang mit teils gesundheitschaedlichen Produkten.

Gruss

Micha
===

Verfasst: Sa 6. Mär 2010, 12:11
von Lothar H.
Tach auch,

was bitte wird mit dem Vergießen von Trafos bezweckt?


Tüsss
Lothar

Verfasst: Sa 6. Mär 2010, 12:13
von mb-de
... in meinen Anwendungsfaellen verbesserte Isolation bei hohen Spannungen.

Gruesse

Micha
===

Verfasst: Sa 6. Mär 2010, 12:17
von Lothar H.
Sinnloses Vollzitat!

..danke. Wie äußert sich das? ...natürlich in Bezug auf die Musikwiedergabe.


Tüsss
Lothar

Verfasst: Sa 6. Mär 2010, 14:32
von yogibaer
Hallo,

@Micha,
... in meinen Anwendungsfaellen verbesserte Isolation bei hohen Spannungen.
In meinen Fällen lediglich das stabile Fixieren von Trafos in einem Becher. :mrgreen:

Ich denke der Rainer will auch nicht mehr, denn vakuumgetränkt sind die Trafos doch eh.


Herzliche Grüße aus Dorsten,



Jörg

:beer

Verfasst: Sa 6. Mär 2010, 19:15
von Moderatorenteam
Ob das Loeschen des Vollzitats notwendig war oder nicht, mag Ansichtssache sein.

Direkte Angriffe auf die Moderation hingegen gehoeren hier nicht her - und werden auch nicht geduldet.

Wer diskutieren muss, kann dies gerne per PN an das Moderatorenteam tun...

MfG

Verfasst: Sa 6. Mär 2010, 22:44
von Rhen Dark
Hallo Leute,

danke für Eure Tipps :D Ich werde mich an Arkadi oder Gerd wenden um das richtige Material zu finden. Das Vergiessen soll die Trafos und Drosseln in den Hauben fixieren, sonst nix.

Gruss
Rainer

Verfasst: So 7. Mär 2010, 10:11
von Arkadi
Hallo Reiner,

dann muss Du sie einschicken.