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SE 211/845 amp : 2-stufig oder 3-stufig

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 00:38
von VinylSavor
Hallo!

Da sich eine Leistungsroehre als Treiber bereits etabliert hat, stellt sich nun die Frage, wie eine praxistaugliche Eingangsempfindlichkeit des Verstaerkers erzielt werden soll. Es besteht die Moeglichkeit einen Eingangsuebertrager z.B. mit dem Uebersetzungsverhaeltnis 1:4 zu nehmen. Dieser sollte dann allerdings von einem niederohmigen Vorverstaerker angesteuert werden, was nicht jeder hat. Die Vorstufe sollte problemlos 600 Ohm treiben koennen und das ohne DC-offset am Ausgang.

Wesentlich universeller waere eine 3. Stufe vor der Treiberroehre. Die kann mit einem Gitterableitwiderstand von 100 oder 200kOhm versehen werden, was jede Vorstufe problemlos treiben kann. Natuerlich mit dem Nachteil, dass das Signal eine zusaetzliche Verstaerkerstufe durchlaufen muss.

Falls eine 3-stufige Loesung gewaehlt wird, ist natuerlich zu klaeren, wie diese an die Treiberroehre angekoppelt werden soll.

Auch hier liste ich der Vollstaendigkeit halber alle Varianten, gebe aber zu bedenken, dass ein 3-stufiger amp, durchgehend mit direkt geheizten Roehren extrem aufwaendig wird. Man koennte zwar durchaus z.B. eine 26 oder aehnliches nehmen, oder eine 10Y, oder gar eine 2te 801A. Aber die Eingangsroehre erfordert dann eine nochmal sauberere DC-Heizung.

Natuerlich kann hier jeder selbst waehlen, was er am Eingang macht und nur den Rest der Schaltung uebernehmen.

Schreibt auch hier bitte, warum ihr welche Loesung bevorzugt.

Gruss

Thomas

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 02:07
von Ceol
Hallo Thomas!

Wie stark würde sich bei einer dreistufigen Schaltung der Unterschied zwischen einer direkt und indirekt geheizten Triode in der ersten Stufe auf das Endergebnis auswirken?

Gruß,
Tommy

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 12:34
von VinylSavor
Hallo!
albino07 hat geschrieben:Wie stark würde sich bei einer dreistufigen Schaltung der Unterschied zwischen einer direkt und indirekt geheizten Triode in der ersten Stufe auf das Endergebnis auswirken?
Mindestens so stark wie der Unterschied zwischen direkt und indirekt geheizter Treiberroehre.

Gruss

Thomas

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 16:23
von Arkadi
Zwei Stufieg ist immer von vorteil, wenn alles andere stimmt.
wenn dir eine Emmpfindlichkeit von ca. 2Veff ausreichend ist dann kann man auch ein IT 1:1 verwenden und passende Treibertriode finden.
AÜ mit 12-16K max. 100-200 ohm Rdc und 50-60H Induktivität, alle Katoden auf die Masse und nideröhmieges Netzteil am besten mit LC-Eingang oder Spannungsverdopplung mit 6D22S.

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 16:27
von VinylSavor
Hallo Arkadi,

wenn Du Dir die Umfrage zur Wahl der Treiberroehre anschaust, dann ist eine Leistungstriode gewuenscht und die 801A Favorit. Also bestenfalls ein mu von 8. Da braucht man entweder einen Eingangsuebertrager oder eine Eingangsstufe um auf eine vernuftige Eingangsempfindlichkeit zu kommen.

Gruss

Thomas

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 18:39
von mb-de
Hallo Thomas,

eine direkt geheizte dreistufige 'Architektur':

Eingangsroehre 1G4GT, RC-gekoppelt an 801A, trafogekoppelt an 211/845.

Die 1G4GT kann bei 90V an der Anode und -6V am Gitter gefahren werden - Ia dann 2,3 mA, Innenwiderstand unter 11 kOhm, Verstaerkung knapp ueber acht, mit einem Anodenwiderstand von 82 kOhm an 300V gehaengt, Heizungsversorgung aus 12 V, vom Faden (Stift 2) 120 Ohm nach Masse, vom anderen Fadenende (Stift 7) 91 Ohm an +12V stabilisiert und gut gesiebt... Gitterableitwiderstand der 1G4GT 100 kOhm - oder Eingangsuebertrager LL1540.

Gruesse

Micha
=->

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 20:19
von VinylSavor
Hallo Micha!

Ja 1G4 ist ne interessante Roehre, allerdings wie 30 und 31 je nach Exemplar mitunter sehr mikrophonisch, sollte aber in den Griff zu kriegen sein. 1LE3 waere auch eine interessante Alternative fuer eine Batterieroehre am Eingang.

Dein Vorschlag fuer die Gitterspannungsgewinnung entspricht dem 'filament bias' Konzept, das ich schon etliche Jahre einsetze. Heizstrom ueber den Kathodenwiderstand ziehen. Ergibt einen relativ kleinen Kathodenwiderstand, bei dem man sich den Bypasskondensator sparen kann. Gerade bei den Batterieroehren mit ihrem niedrigen Heizstrom gut zu machen. Bei diesen Heizstroemen koennte man auch richtig grosse Induktivitaeten zur Siebung und NF-Abkopplung nehmen.

Bei einer RC-gekoppelten Eingangsstufe wuerde ich ein separates Netzteil gerne vermeiden und den Anodenwiderstand sehr gross waehlen um mit den ca 600V der Treiberstufe arbeiten zu koennen. Nateurlich meusste man dann gewaehrleisten, dass die Hochspannung erst angelegt wird, wenn die Eindangsroehre bereits angeheizt ist. Gaebe eine schone fast horizontale Arbeitsgerade fuer die Roehre.

An indirekt geheizten Alternativen, faende ich die 6AH4 mal sehr spannend. Hab einige rumliegen und wollte schon immer mal was damit machen. Eventuell eine Linestufe.

Gruss

Thomas

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 21:25
von Arkadi
Sory Thomas,

ich habe versehen was von Röhre wird erwunscht.
Mit mu 8 braucht man sicherlich 3 Stufen und kann ohne IT auskommen. Die 810 kenne ich nicht aber ich weis es das DHT im Treiber und Vorstufe ausser enormer Aufwand meistens nicht bringt. Es reicht schon eine DHT Röhre im Signalweg am besten Endstufenröhre mit wechselstromheizung.
DHT geheizt mit DC strom hat auch nur ein Vorteil zu undireckt gehezte das die DHT meist etwas linearer sind.
Oder versuchen 3 stufen so aufzubauen das nur eine davon mit AC Strom geheizt wird. Man braucht aber eine Röhre mit möglichst kleineren Heizspannung, sonst brummt.

Verfasst: Mo 21. Sep 2009, 23:48
von VinylSavor
Sorry Arkadi, aber in diesem thread geht es um die Frage wieviele Stufen der amp haben soll. Die Wahl fuer die Treiberroehre ist bereits gefallen, es macht keinen Sinn das nochmal aufzurollen.

Ich muss Dir widersprechen, ein dirket geheizter Treiber bringt klanglich sehr viel.

Aber generelle Diskussionen zu dem amp gehoeren besser in den allgemein thread.

Gruss

Thomas