Verfasst am: 25.02.2009, 18:51 Titel:
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Hallo Stephan!
STEFF hat Folgendes geschrieben:
weil ihn in hoher Spannungfestigkeit gibt, und sehr gut klingt besser als viele teuere z.b mundorf.
Butter bei die Fische, bitte...:
Was heisst 'klingt sehr gut' (beschreibende Kriterien)?
Wie wurde getestet?
Wie hast Du 'tester bias' verhindert?
Hallo Micha,
ich gebe zu es ist schwer Kondensatoren klanglich zu beurteilen.
Getestet hatte ich das hauptsächlich an meiner Hybridendstufe Vincent D150.
ich dachte zu mir das Ding ein solides Grundkonzept da kann man mehr
rausholen,erstmal Netzteil und Röhren gepimpt das ist aber anders Thema.
Als nichts mehr anders gab, hab ich es mit Koppel-C´s probiert.
Erster großer Fehler denn man machen kann ist,wenn man einen Kondensator wechselt und er teuerer ist als der verbaute(Wunderdinge+Einbildung)weil teuerer zu erwarten.
Ich teste Kondensatoren so, ich löte mir anstelle des Orginal- Kondensators zwei Kabel an und verlöte an den Enden meinen Testkondensator. ich will nicht verschweigen ,das in manchen Verstärker -Konzepten besser ist den Kondensator provisorisch zu befestigen(schwingneigung )nehme dazu etwas Greytek (autoteile).
ich höre mir den Kondensator ca.2 Wochen an,mache mir kleine Notizen bevor ich wieder den Orginalkondensator einlöte.
Ich persönlich habe festgestellt ,das man den Rückschritt besser hört als den Fortschritt.
Der von dir beschriebene Tester-Bias ok ist schwer man ist ja nicht immer gleich drauf.
Einen Tag ist man nett und den anderen Tag geht man gleich in den Zerleger-Modus, wenn einer was sagt.
ich hatte immer ein Paar Leihohren dabei,denen ich blind vertraue

.
Auch ja vorweg Silber oder Kupferfolie in Oel sind mir teuer um damit herum zubasteln,würde ich persönlich nur in einen finalen Gerät machen.
Meine persönlich Rangliste von Kondensatoren die ich getestet habe (aufsteigend besser)
Wima MKP10 400v bezeichne ich als überwiegend neutral,eine Schwäche im Bassbereichbeim z.b E-Bass spiel kann es schon mal breiig werden.
Audyn Cap Qs 400v (die schwarzen mit blauer Schrift) im Bass Knackiger,aber im Hochtonbereich kann er Stimmen schon mal böse überziehen.
Mundorf Cap 400v (weiß) minimal besser im bass,kann aber bei mancher Musik dynamiklos und müde wirken.
Wima FKP 1200v Bass deutlich knackiger ,schöne Raumabildung im Hochton manchmal verhärtet( liegt wohl am besseren Dielektrikum)
Audyn Cap Plus 800V (die Weißen) deulich besser im Hochton es tritt eine Verundung ein ohne Details zu vergessen.
Mundorf Supreme Zinnfolie sehr gut im Bass (präsize) Stimmen haben Schmelz ,Auflösung und Raumabbildung gut (Attacke +Dynamik sind wohl eher ein Fremdwort für ihn)
Dubilee -NOS (weißes Gehäuse wert eingestanzt) würde ich einsetzen ,wenn das Gerät schon in die richtige Richtung klingt,dann hebt der Kondensator noch alle Stärken hervor leider sehr rah
Wenn man ein andere Bauform als axial braucht,ist der Roederstein MKP1840 mein favorit.
Im Bassbereich nahezu perfekt eine umwerfende Präsizion scheint auch eine Oktave nach unten mehr zu haben,Stimmen haben Schmelz und eine Raumabbildung von ca.80% des MKP 1845.
Ich glaube der MKP 1845 ist dem Mkp 1840 nur überlegen weil er spannungsfester (1600 V Version ) und ein anderes Dielektrikum hat.
Mein persönlicher All-Time Favorit ist der Vitamin Q von Sprague (Metallkörper) leider oft nur mit sehr kurzen Beinchen zu bekommen halt Nos-Ware.
Ich hoffe ich konnte einigermaßen Antwort geben.
Kann natürlich in jeden anderen Gerät oder Konzept anders seien,
am Ende zählt ob einen selber gefällt.
Viel Spass beim Basteln
Gruß
Stephan