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6L6 in Dynaco ST 70. geht das?

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 12:01
von dukeboris
Hi,

Habe mir von Cornel 4 gematchte 6L6 gekauft. Irgendwie überkommt mich jetzt irgendwie die Angst. Kann ich die einfach einsetzen statt der EL34? Und stelle ich dann die Bias-Spannung auf den gleichen Wert ein?

Ich warte mit dem anschalten lieber noch...

Gruß,
Boris

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 12:23
von rec
Hallo Boris,

nicht vergessen EL34 PaMax 25W und 6L6 PaMax 19W
Für 6L6 weniger Strom einstehlen

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 12:41
von dukeboris
Hi,

Ich kann am Dynaco ST70 nur eine Spannung einstellen. Die habe ich bei EL34 immer auf 1,56V (laut Beschreibung) eingestellt. Auf dem Gehäuse steht "BIASET 1,56V".

Kann ich darüber den Strom einstellen?

Danke für deine Hilfe!

Boris

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 17:07
von DB
Hallo,

wenn der ST70 mit dem Neubau des ST70 übereinstimmt, dann wird zumindest schon einmal die maximal zulässige Anodenspannung der 6L6 (360V) überschritten. Ob der Einstellbereich der Gittervorspannung (die läßt sich leider immer nur für ein Paar der Röhren gemeinsam einstellen) auch für die 6L6 ausreichend ist, weiß ich nicht.

An sich ist es aber besser, sich vorher über die technischen Daten der Röhren zu informieren. Das Netz ist doch nun voll von Datenblättern.

MfG

DB

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 17:12
von dukeboris
Hi DB,

Das stimmt natürlich. Habe allerdings wenig Ahnung und habe mich hier auf eine PN verlassen, die mir die 6L6 aus preislichen und klanglichen Gründen empfohlen hat.

Vielleicht kann mir jemand helfen, wenn er diese Seite sieht www.dynaco-doctor.com

oder hier das Manual http://www.dynaco-doctor.com/st7_mnl.pdf

Ist im Grunde erst mal nicht so schlimm, da ich immer noch 4 El34 habe. Dachte ich könnte sie einfach ersetzen.

Gruß,
Boris

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 17:19
von rec
Hallo Boris,

die 6L6 verkraften 450V ohne Probleme

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 17:23
von dukeboris
Hi Cornel,

DAs ist doch mal eine gute Nachricht. und wie mache ich das dann mit der "BIASET"? erst mal lieber weniger Spannung als 1,56V?

Danke! :OK: :OK: :OK: :OK: :OK: :OK:

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 17:45
von rec
Hallo Boris,

wenn Vorspannung ist (-UG), die größte Spannung nehmen. Wenn über Katodewiderstand gemessen wird, die kleinste Spannung nehmen.

Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 17:59
von dukeboris
Ich verstehe leider nur Bahnhof. Ich weiß ist blöd, aber lässt sich nicht ändern.

Ich habe den Amp nun eineschaltet und die Spannung auf 1,3 V eingestellt. Läuft einwandfrei!

edit: Habe nun auf beiden Kanälen 1,56V eingestellt, wie es bei den EL34 auch war. Klanglich merke ich keine Fehler.

edit2: Ich würde sagen es bleibt nun erst mal so!

Vielen Dank für eure Hilfe!

Gruß,
Boris

Verfasst: So 19. Okt 2008, 09:40
von DB
rec hat geschrieben:die 6L6 verkraften 450V ohne Probleme
EL34 vertragen auch 1100V Anodenspannung, es geht hier aber um sicheren Betrieb des Verstärkers eines Dritten und keine persönliche Meinung, die auf irgendwelcher nichtwissenschaftlichen Grundlage zustandegekommen ist.
Hier
http://frank.pocnet.net/sheets/082/6/6L6.pdf
und hier
http://frank.pocnet.net/sheets/121/6/6L6.pdf
mal zwei Datenblätter der 6L6.

@Boris:
habe mich hier auf eine PN verlassen, die mir die 6L6 aus preislichen und klanglichen Gründen empfohlen hat.
das kommt davon, weil eine ganze Reihe der notorischen Röhrenstöpsler alles was zufällig sockelgleich ist, auch für datengleich halten; da sie schlicht nicht in der Lage sind, Datenblätter zu lesen.

MfG

DB

Verfasst: So 19. Okt 2008, 10:03
von dukeboris
Kannst du mir denn vielleicht weiterhelfen?

Verfasst: So 19. Okt 2008, 10:26
von marty
Hallo Boris,

ich habe für meinen EL34 Verstärker auch schon 6L6 oder ähnliche Typen empfohlen bekommen.

Wichtig ist wie hoch die Anodenspannung an der Röhre ist.

Ich mache mal ein Beispiel, wenn Du 450 V hast und die maximale Anodenspannung der 6L6 z.B mit 350 V angegeben ist, dann würde ich es mir überlegen ob ich eine 6L6 einsetze?

Die Röhre würde die Spannung sicher verkraften, zumindest eine Zeit lang, manchmal fangen die Anodenbleche an zu glühen oder ähnliches, der baldige Ausfall ist meist vorprogrammiert, zumindest ist das Risiko hoch.

Viele Grüße

Martin :beer

Verfasst: So 19. Okt 2008, 10:40
von Gast
Moin Boris,

das Datenbatt der 6L6 zeigt eine maximal zulässige Anodenspannung von 360V ... das Manual der Stereo 70 weist auf Seite 9 (?) unter Voltage Testing Points eine Anodenspannung von 410V und eine negative Gittervorspannung von 32V aus ... also allein bei der Anodenspannung für eine normale 6L6 ca. 50V zuviel ...

... das geht auf jeden Fall zu Lasten der Haltbarkeit.

Der TubeDataSheetLocator kennt dann noch eine 6L6-WGA ...

... für A-Betrieb in PP liegt hier die Anodenspannung bei 360V, als Triode beschaltet bei 325V, im AB1-Betrieb bei max. 450V und im AB2-Betrieb bei 360V ...

Die Stereo 70 ist allerdings ursprünglich nur für EL34 und 6CA7 ausgelegt ... für andere Röhrentypen müßtest Du imho die Schaltung zumindest anpassen.

Verfasst: So 19. Okt 2008, 18:25
von DB
dukeboris hat geschrieben:Kannst du mir denn vielleicht weiterhelfen?
Tja, wie? Ich kann auch nicht aus einer 6L6 eine EL34 zaubern.
Spannungsmäßig würde es die 6L6GC mit Ach und Krach aushalten, die ist aber weitaus weniger steil als die EL34. Zudem hat hier das Datenbuch des Elektrischen Generals auch andere Vorstellungen vom Anodenwiderstand, als es für EL34 paßt.
Man müßte die Schaltung komplett neu anpassen.

Mal was Generelles:
ich habe für meinen EL34 Verstärker auch schon 6L6 oder ähnliche Typen empfohlen bekommen.
Ich würde mir wünschen, daß vor dem Erteilen von derartigen Ratschlägen gründlicher nachgedacht und auch ein Datenblatt ausgewertet wird.

Das Ganze kann gutgehen, muß es aber nicht.
Ich hatte vor längerer Zeit 4 Stück 6L6 in einem alten Ela-Verstärker in Betrieb. Die Anodenspannung war zu hoch, Schirmgitterspannung paßte. Der Ruhestrom war erst einmal ohne Bedenklichkeiten.
Beim Verlustleistungsmaximum, also etwas oberhalb der halben Aussteuerung, glühten die Anoden richtig rot.
Mit dem Abstellen der Ansteuerung verschwand das Glühen aber nicht, sondern blieb und wurde nach einer Weile langsam stärker. Den Netzschalter zu betätigen war die einzige Möglichkeit, das Problem in den Griff zu bekommen.

MfG

DB