lautsprecher für tiefe töne
Verfasst: Mi 6. Sep 2006, 08:43
vor über dreißig jahren, als 13-jähriger, entstanden die ersten selbstgezimmerten lautsprecherboxen.
das alles entscheidende qualitätskriterium war damals ob da auch genug bass rauskam. natürlich war das
meistens nicht so. die chassis konnten gar nicht so wie man wollte, und die elektronik war noch nicht soweit.
zumindest nicht in der preisklasse in der man sich so bewegte.
okay, tiefe töne waren schon zu hören. die breiteten sich aber wohl eher so im mittel-, und im
oberen tieftonbereich aus und waren in der regel dröhnig und knallig.
mit der zeit wurde alles besser. bessere chassis, bessere gehäuse und bessere elektronik. es entstanden
bassreflexgehäuse, riesige hörner und was es sonst noch so an geläufigen konstruktionen gab.
und dann schieden sich die geister.
fast jeder meiner kumpel entwickelte eigene vorstellungen wie tiefe töne zu klingen haben.
ich war derjenige der es weich und sanft, kraftvoll und seeehr tief wollte….also den bass jetzt, is klar, oder?
alle nun folgenden konstruktionen hatten ihre vor-, und nachteile. keine konnte aber letztendlich
über längere zeit zufrieden stellen. selbst lautsprecherboxen streng nach wissenschaftlich geprüften vorgaben
und in messstudios geprüft, befriedigten nicht wirklich. im prinzip interessiert es mich auch gar nicht wenn ein messprotokoll
sagt:“hier, guckst du, krass perfekter klang alder, weissu…“ will ich nich, ich will das das so klingt wie ich mir das vorstelle.
also einfach immer wieder versuchen die vorteile der vergangenen konstruktionen in die kommende
zu packen und mißstände nach und nach auszumerzen. das führt zu detaillösungen die eigentlich nicht
mehr richtig zu begründen sind, die bei fachleuten vielleicht sogar blankes entsetzen auslösen und im prinzip
gegen alle regeln sind. aber egal. ich sag mir immer; die größten entdeckungen sind mehr oder
weniger per zufall geschehen, also bloß nicht durch schlaumeier ablenken lassen.
der charakter und die ortbarkeit von verschiedenen tieftoninstrumenten wird meiner meinung nach durch
die höheren frequenzanteile in ihrem „geräusch“ bestimmt. eine tiefe klaviersaite ist immer von einem
klingelgeräusch und dem anschlag begleitet, eine kontrabasssaite vom zupf-, oder streichgeräusch, eine
pauke von einem flattern und dem einleitenden knall.
hierfür zuständig sind tief-mittel-, mittel-, und hochtöner.
der tieffrequente anteil ist aber nicht ortbar und für diesen anteil soll der
LAUTSPRECHER FÜR TIEFE TÖNE
gebaut werden.
hierfür gibt es ein selbstauferlegtes „briefing“.
1. die membrahne soll möglichst keine bedämpfung durch ein eingeschlossenes luftvolumen erhalten
damit sie auch bei geringen lautstärken frei schwingen kann. (im prinzip wie bei einem dipol) allerdings soll sie
aber auch mit steigender lautstärke eine steigende bedämpfung durch ein eingeschlossenes luftvolumen
bekommen.(im prinzip wie bei einer bassreflexbox)
2. die chassis sollen auf „ohrhöhe“ liegen, und nicht wie gewöhnlich in bodennähe.
3. das gehäuse sollte möglichst vibrationsarm sein damit keine „nebenfrequenzen“ entstehen die dann ortbar wären.
am besten keine parallelen wände.
4. ankoppelfrequenz so um die 45hz. der einfachheit halber wohl am besten mit einer sub-verstärkerendstufe
angetrieben. für andere vorschläge bin ich in diesem punkt offen.
5. na ja, auch wenn das ganze ding recht groß wird sollte es trotzdem eine nicht so klobige erscheinung
haben wie eine massive eichenschrankwand.
nach einigen tagen hirnschmalzerzeugung kam folgende konstruktion zustande.
[IMG:248:603]http://img136.imageshack.us/img136/6792/x1fw0.jpg[/img]
die beiden lautsprecherchassis ( 300er becker/usa, 8ohm/300w ) sitzen jeweils in einem zylindrischem
gehäuse. die rückwand ist von innen mit einem kegel versehen.
damit gibt es schon mal keine parallelen wände.
die zylinder sind mit einer „kompressionskammer“ verbunden, die wiederrum hat eine öffnung
zur außenwelt.
bei geringer membrahnbewegung sollte die verbindung nach außen dafür sorgen das sich das luftvolumen in
der box leicht bewegen lässt und so kaum bremsenden einfluß nehmen kann. bei stärkerer membrahnbewegung
sollen die kompressionskammern mit mehreren „durchlaßkanälen“ dafür sorgen das sich ein dämpfendes
luftpolster aufbaut.
die seitenwände der kammern sind gebogen, genau so wie der obere und untere abschluß.
[IMG:248:266]http://img166.imageshack.us/img166/5192/x2ab7.jpg[/img]
alles in allem ergibt das keine kleine lautsprecherbox.
[IMG:472:618]http://img136.imageshack.us/img136/1590/x3vl5.jpg[/img]
soweit die theorie.
nun kann sich der ein oder andere grinsend abwenden, mit der flachen hand vor die stirn klatschen oder
einfach nur den kopf schütteln. ich gehe derweilen mal in die werkstatt, den hammer und die säge schwingen…..
das alles entscheidende qualitätskriterium war damals ob da auch genug bass rauskam. natürlich war das
meistens nicht so. die chassis konnten gar nicht so wie man wollte, und die elektronik war noch nicht soweit.
zumindest nicht in der preisklasse in der man sich so bewegte.
okay, tiefe töne waren schon zu hören. die breiteten sich aber wohl eher so im mittel-, und im
oberen tieftonbereich aus und waren in der regel dröhnig und knallig.
mit der zeit wurde alles besser. bessere chassis, bessere gehäuse und bessere elektronik. es entstanden
bassreflexgehäuse, riesige hörner und was es sonst noch so an geläufigen konstruktionen gab.
und dann schieden sich die geister.
fast jeder meiner kumpel entwickelte eigene vorstellungen wie tiefe töne zu klingen haben.
ich war derjenige der es weich und sanft, kraftvoll und seeehr tief wollte….also den bass jetzt, is klar, oder?
alle nun folgenden konstruktionen hatten ihre vor-, und nachteile. keine konnte aber letztendlich
über längere zeit zufrieden stellen. selbst lautsprecherboxen streng nach wissenschaftlich geprüften vorgaben
und in messstudios geprüft, befriedigten nicht wirklich. im prinzip interessiert es mich auch gar nicht wenn ein messprotokoll
sagt:“hier, guckst du, krass perfekter klang alder, weissu…“ will ich nich, ich will das das so klingt wie ich mir das vorstelle.
also einfach immer wieder versuchen die vorteile der vergangenen konstruktionen in die kommende
zu packen und mißstände nach und nach auszumerzen. das führt zu detaillösungen die eigentlich nicht
mehr richtig zu begründen sind, die bei fachleuten vielleicht sogar blankes entsetzen auslösen und im prinzip
gegen alle regeln sind. aber egal. ich sag mir immer; die größten entdeckungen sind mehr oder
weniger per zufall geschehen, also bloß nicht durch schlaumeier ablenken lassen.
der charakter und die ortbarkeit von verschiedenen tieftoninstrumenten wird meiner meinung nach durch
die höheren frequenzanteile in ihrem „geräusch“ bestimmt. eine tiefe klaviersaite ist immer von einem
klingelgeräusch und dem anschlag begleitet, eine kontrabasssaite vom zupf-, oder streichgeräusch, eine
pauke von einem flattern und dem einleitenden knall.
hierfür zuständig sind tief-mittel-, mittel-, und hochtöner.
der tieffrequente anteil ist aber nicht ortbar und für diesen anteil soll der
LAUTSPRECHER FÜR TIEFE TÖNE
gebaut werden.
hierfür gibt es ein selbstauferlegtes „briefing“.
1. die membrahne soll möglichst keine bedämpfung durch ein eingeschlossenes luftvolumen erhalten
damit sie auch bei geringen lautstärken frei schwingen kann. (im prinzip wie bei einem dipol) allerdings soll sie
aber auch mit steigender lautstärke eine steigende bedämpfung durch ein eingeschlossenes luftvolumen
bekommen.(im prinzip wie bei einer bassreflexbox)
2. die chassis sollen auf „ohrhöhe“ liegen, und nicht wie gewöhnlich in bodennähe.
3. das gehäuse sollte möglichst vibrationsarm sein damit keine „nebenfrequenzen“ entstehen die dann ortbar wären.
am besten keine parallelen wände.
4. ankoppelfrequenz so um die 45hz. der einfachheit halber wohl am besten mit einer sub-verstärkerendstufe
angetrieben. für andere vorschläge bin ich in diesem punkt offen.
5. na ja, auch wenn das ganze ding recht groß wird sollte es trotzdem eine nicht so klobige erscheinung
haben wie eine massive eichenschrankwand.
nach einigen tagen hirnschmalzerzeugung kam folgende konstruktion zustande.
[IMG:248:603]http://img136.imageshack.us/img136/6792/x1fw0.jpg[/img]
die beiden lautsprecherchassis ( 300er becker/usa, 8ohm/300w ) sitzen jeweils in einem zylindrischem
gehäuse. die rückwand ist von innen mit einem kegel versehen.
damit gibt es schon mal keine parallelen wände.
die zylinder sind mit einer „kompressionskammer“ verbunden, die wiederrum hat eine öffnung
zur außenwelt.
bei geringer membrahnbewegung sollte die verbindung nach außen dafür sorgen das sich das luftvolumen in
der box leicht bewegen lässt und so kaum bremsenden einfluß nehmen kann. bei stärkerer membrahnbewegung
sollen die kompressionskammern mit mehreren „durchlaßkanälen“ dafür sorgen das sich ein dämpfendes
luftpolster aufbaut.
die seitenwände der kammern sind gebogen, genau so wie der obere und untere abschluß.
[IMG:248:266]http://img166.imageshack.us/img166/5192/x2ab7.jpg[/img]
alles in allem ergibt das keine kleine lautsprecherbox.
[IMG:472:618]http://img136.imageshack.us/img136/1590/x3vl5.jpg[/img]
soweit die theorie.
nun kann sich der ein oder andere grinsend abwenden, mit der flachen hand vor die stirn klatschen oder
einfach nur den kopf schütteln. ich gehe derweilen mal in die werkstatt, den hammer und die säge schwingen…..