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China

Verfasst: Di 30. Nov 2004, 23:28
von 2285b
Interessanter Artikel in Spiegel-online:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,330333,00.html

Ersetze Auto durch HiFi o.ä. :roll: ...

Gruß

Verfasst: Mi 1. Dez 2004, 18:15
von rubicon
Jo, guter Artikel. Am besten fand ich noch die Aussage: "Den Listenpreis interessiert niemanden. :D

Da sollten sich die Hersteller hierzulande mal einiges abschneiden. :lol:

Gruß
Franz

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 04:10
von China
Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten kann ich dem Artikel auch zustimmen.
Nur bei der Qualitaet stimme ich noch nicht zu. Es gibt natuerlich Ausnahmen wie das neue BMW-Werk die aehnliche Qualitaet liefern werden, bei den meisten anderen Werken handelt es sich aber immer noch auf aufgepaeppelte Staatbetriebe und die werden niemals in der Lage sein ein international konkurrenzfaehiges Auto zu bauen.
Es ist, und da hat der Verfasser dann wieder recht, allerdings nur eine Frage der Zeit. 5 Jahre wie angedeutet erscheinen mir unrealistisch aber mehr als 15 wird es auch nicht mehr dauern.

Noch etwas Ergaenzendes zum Thema Hifi.

Ich habe mich am Wochenende mal nach dem Preis fuer die Jungson Hi-End Monos (130 kg in feinster Qualitaet) erkundigt. Rund 8.500 Euro fuer diese Monster ist ein Witz verglichen mit unseren Preisen und wenn diese Firmen ihre Vertretungen in ein paar Jahren selbst uebernehmen ...

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 10:31
von Yoda-ohne-Soda
Moinsen Juri,

die Qualität ist tatsächlich ein Problem. Die Herstellung von Massenartikeln ohne große Persoanlkosten lohnt dann nicht sonderlich. Es geht nur um die Erfüllung von Vorgaben und politischen... na nennen wir sie mal Richtlinien. Wie auch in Südamerika.

Zu den leichten Mono's... 130 kg :shock:

Hast Du Bilder?

Gruß
Frank

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 10:50
von China
Hallo Frank,

ich konnte leider keine eigenen Bilder machen. Der Laden hat die nur auf Anfrage (verstaendlich in diesem Fall) und so waren nur die "kleineren" da.

Hier aber der Link (Bild ist nichtssagend):

http://www.jungson.com/content/product_pages/ja200.htm

Gruss aus Shanghai,

Juri

BTW: Falls die Dresdner heute nicht ueberweist, legt mein Kumpel das Geld fuer die Roehren vor.

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 11:42
von Yoda-ohne-Soda
Hi Juri,

danke für den link...


... mach Dir keine Sorgen, wenn's noch 'n wenig dauert mit den Bendix. Ist für mich absolut kein Problem :wink:

Besten Dank für deine Mühe und wenn Du möchtest kann ich das Geld schon überweisen. Was ich noch nicht ganz mitbekommen habe, sind die Bendix paarweise gematched?


Gruß
Frank

Verfasst: Sa 29. Jan 2005, 00:03
von 2285b
Kommentar
Der Chinese von nebenan
Von Georg Giersberg


Der Reigen der Frühjahrsmessen ist eröffnet. In Hannover, Frankfurt, Nürnberg und Köln zeigen die Konsumgüterhersteller wieder ihre neuesten Produkte für die Herbst/Winter-Saison. Und rechtzeitig zur Saisoneröffnung hat das Messe-Institut in Laubenheim herausgefunden, daß Messen nach wie vor die Verkaufsmaßnahme mit der höchsten Erfolgsquote sind, vor allem für den Mittelstand. Aber gerade der Mittelstand reibt sich auf den Messen immer häufiger die Augen. Denn zunehmend gehen die Besucher an seinen Ständen vorbei - zu den Chinesen. Die Dominanz der Volksrepublik als Hersteller von Konsumartikeln - der Spitzenwert dürfte bei Spielwaren erreicht sein, wo China 75 Prozent Marktanteil erreicht hat - zeigt sich auch auf den Konsumgütermessen immer deutlicher. Noch vor vier Jahren konnte man die vielen Aussteller aus Hongkong oder direkt aus der Volksrepublik am Rand einer Messe plazieren oder gar in Zelten unterbringen, fernab der Laufwege der Besucherströme. Die Aussteller aus Fernost waren froh, auf den großen Marktplätzen der Welt überhaupt dabeisein zu dürfen.


Eine derartige Behandlung lassen sich die fernöstlichen Aussteller inzwischen nicht mehr bieten. Sie treten sehr viel selbstbewußter auf als früher. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung können sie Forderungen stellen. Denn während sie einst auf die europäischen Messen kamen, um überhaupt von den Einkäufern der großen westlichen Handelsketten wahrgenommen zu werden, lassen heute umgekehrt diese Schlüsseleinkäufer ganze Messen links liegen, wenn die wichtigsten chinesischen Hersteller dort nicht zu finden sind. Demzufolge rücken die asiatischen Aussteller immer stärker in den Mittelpunkt und drängen die europäischen oder amerikanischen Hersteller an den Messerand.

Obwohl die Chinesen also heute für viele Konsumgütermessen sogenannte "Frequenzbringer" sind, also für Publikum sorgen, ist vor allem der europäische Mittelstand nicht glücklich mit dieser Situation. Er hat das Gefühl, "seine" Messen gerieten in fremde Hände. Die kleinen Unternehmen haben Angst vor dem massierten Auftreten der chinesischen Konkurrenz. Nicht ganz zu Unrecht: Chinesen sind Meister im schnellen Erkennen und Umsetzen von Trends. An Urheberrechte halten sie sich kaum, zudem produzieren sie zu Kosten, die in Europa nicht darstellbar sind.

Auf Anregung europäischer Hersteller startet die Messe Frankfurt in diesem Jahr den Versuch, eine Messe ohne asiatische Aussteller zu organisieren. Auf der Collectione im Juni sollen nichtasiatische Hersteller Konsumgüter für den Haushalts- und Wohnbereich zeigen, die sie in Massen herstellen können und die sie ständig der neuesten Mode anpassen. Es soll eine Trendschau für das jeweils kommende Jahr werden, auf der europäische Massenhersteller beweisen wollen, daß sie in der Lage sind, China Konkurrenz zu bieten.

Aus diesem Protektionismus spricht vor allem eins: Verzweiflung. Gegen den Wettbewerb aus Ostasien wird er nicht helfen. Wenn die europäischen Aussteller so konkurrenzfähig sind, wie sie glauben, müssen sie den Wettbewerb - und den chinesischen Aussteller neben sich - nicht fürchten. Sind sie es nicht, wird sie der Ausschluß der Wettbewerber nicht retten. Ludwig Erhard, der Vater der Sozialen Marktwirtschaft, hatte den Nürnberger Veranstaltern der Spielwarenmesse in den fünfziger Jahren damit gedroht, nicht mehr zur Eröffnung zu kommen, wenn man die ausländischen Mitbewerber nicht zulasse. Messen seien dazu da, Märkte zu öffnen und zu erschließen, und nicht, sich abzuschotten. Nürnberg hat die Botschaft verstanden - und organisiert eine Messe nur für asiatische Aussteller als Konkurrenz zur Frankfurter Herbstmesse.

Abschottung bringt auch nichts in einer Welt, in der immer mehr Grenzen zum Handel offenstehen. Man muß sich dem Wettbewerb stellen. Die Asiaten allerdings und vor allem die Chinesen müssen lernen, daß sich alle Beteiligten an die Spielregeln zu halten haben. Das bedeutet mit Blick auf Asien vor allem, daß Patente, Geschmacksmuster und andere Ursprungsrechte respektiert werden. Zur Durchsetzung dieser Rechte können auch die Messen beitragen, indem sie rigoros reine Plagiate ausschließen und das auch ahnden bis hin zur Schließung eines Messestandes. Das hebt das Ansehen eines Messeplatzes.

Des weiteren sollten die europäischen Hersteller nicht sorgenvoll nach Asien schauen, sondern versuchen, am schnellen Wachstum der dortigen Volkswirtschaften teilzuhaben. Sie sollten dort vor Ort potentielle Kunden ansprechen und für ihre Produkte werben. Dies ist auch eine Herausforderung für die deutschen Messegesellschaften. Wenn sie Marktplatz sein wollen, dann müssen sie ihn dort anbieten, wo die Nachfrage ist, und die entsteht zunehmend in China. Weltweit ist Deutschland der Messeplatz Nummer eins. Nirgendwo gibt es auf so kleinem Raum so viele Ausstellungsflächen und Messen, auch weltweit führende. Aber Amerika und vor allem Asien bauen große Kapazitäten auf. Es wird in Zukunft nicht mehr reichen, in Europa eine Messe anzubieten, man muß sie auch in Asien anbieten, für europäische und für asiatische Aussteller. Auch die Messegesellschaften müssen sich globalisieren.

Viele gute Ansätze gibt es schon. Die Messegesellschaften von Hannover, Düsseldorf und München haben ein Messegelände in Schanghai. Frankfurt organisiert inzwischen bereits mehr Veranstaltungen im Ausland als auf dem eigenen Platz. Wer mittelständische Unternehmen in Deutschland erhalten will, muß ihnen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Abschotten ist keine Alternative.


Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2005, Nr. 24 / Seite 11

Re: China

Verfasst: Di 15. Feb 2005, 07:39
von Mel*84
Meldung AFD vom 2005-02-15 07:19

China/Sanitär/Umwelt/Bunt/Leute

Wachsender Klopapierverbrauch macht Chinas Produzenten Sorgen - Rohstoff Holz soll zunehmend ersetzt werden

Schanghai, 15. Februar (AFP) - Der wachsende Verbrauch von
Toilettenpapier und Papiertaschentüchern in China erfüllt einige
der einheimischen Produzenten mit Sorge. Einerseits freue er sich
ja darüber, wie selbstverständlich die Jugend heute zu den
Papiertüchern greife; dies sei ein Zeichen für den sozialen
Fortschritt in der Volksrepublik, sagte der stellvertretende Leiter
des Papierhandel-Verbands von Schanghai, Wang Yueqin, am Dienstag
der Zeitung «China Daily». Andererseits sehe er mit Sorge den
rasanten Holzverbrauch. Allein in der Metropole Schanghai würden
jährlich 140.000 Tonnen Klopapier und Papiertaschentücher
konsumiert, für ihre Herstellung würden 300.000 Tonnen Holz
gebraucht.

Laut Wang wird deshalb bereits mit Ersatzmaterialien
experimentiert. So stelle eine Fabrik in der Provinz Jiangsu
Toilettenpapier aus Stroh her, ein anderer Hersteller in der
Provinz Guangxi benutze Zuckerrohr. Eine simple Lösung hat der
Vertreter der örtlichen Textilindustrie, Song Junliang, parat:
Zumindest für schnupfende Nasen sollten die Leute wieder zu den
guten alten Stofftaschentüchern greifen, schlug er vor.


:shock: :shock: :shock: :shock: :shock:

Verfasst: Di 15. Feb 2005, 07:58
von Hannes
Hi,

die Chinesen sind genauso bescheuert wie wir..... alles müssen sie nachmachen, so wie wir den Amis alles nachmachen.

Leider nur nicht das was wirklich mal gut wäre....

Hannes
PS: free Tibet !!!!

Verfasst: Fr 17. Jun 2005, 07:50
von 2285b
Chinas Netzzensur

Verfasst: Fr 22. Jul 2005, 06:43
von 2285b

Exporte/Importe

Verfasst: Fr 22. Jul 2005, 08:04
von Analog_Tom
Hallo Axel,

was bedeutet das nun für den Export/Import. Die günstigen Preise waren ja bisher zumindest zum Teil darauf zurückzuführen, daß der Euro gegenüber dem US-Dollar eine gewisse Stärke gewonnen hatte. Wenn aber der US-Dollar nicht mehr die Bezugswährung für die Chinesen ist, stellt sich die Frage, wie steht der Euro zum Yuan?

Viele Grüße

Euer Tommi

Verfasst: Fr 22. Jul 2005, 09:04
von China
Hallo zusammen,

die Konsequenz ist, dass die Preise wenn ihr aus HK bezieht steigen (da US Dollar Koppelung) waehrend sie bei bei PRC-Direktimporten gleich bleiben, da hier der Kurs ohnehin variabel war.

Soviel zur Theorie :shock:

Es wird wohl wie immer so sein, dass jeder in der Kette versuchen wird ein paar Prozent aufzuschlagen. :roll:

Gruss.

Verfasst: Fr 22. Jul 2005, 09:25
von Mel*84
Hier ist das recht nett erklärt:

http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/rel ... 0/depot/0/



Das wird definitiv auf kurz oder lang weitaus teurer für "uns". Ob da Direkt-Importe noch lohnen?

Wer noch was braucht, sollte daher schnellstens zuschlagen, es kann nur teurer werden........................

Verfasst: Mo 23. Apr 2007, 20:07
von 2285b
Die neue Architektur der Zensur

Juri kann wohl ein Lied davon singen... :roll:

Gruß
Axel

Verfasst: Mo 23. Apr 2007, 21:47
von Thargor
Unglaublich.... aber die gleichen Firmen würden sicherlich auch hier solche tolle Software einsetzen. Wenn es nach unser aller Schäuble geht. Und alles im Zeichen der inneren Sicherheit.

`tschuldigung für den politischen Ausbruch... :uw

Verfasst: Di 24. Apr 2007, 01:30
von China
Juri kann wohl ein Lied davon singen
:cry:

Wenn es wenigstens richtig funktionieren wuerde :shock: Im Moment ist wieder die komplete Wikipedia gesperrt, weil der Filter auf Beitragsebene noch nicht sauber laeuft.

Mehr schreibe ich lieber erst gar nicht :twisted:

Verfasst: Di 24. Apr 2007, 20:48
von 2285b
Thargor hat geschrieben:Unglaublich.... aber die gleichen Firmen würden sicherlich auch hier solche tolle Software einsetzen. Wenn es nach unser aller Schäuble geht. Und alles im Zeichen der inneren Sicherheit.

`tschuldigung für den politischen Ausbruch... :uw
Jo, seit 9/11 ist unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung ein perfektes Überwachungssystem geschaffen worden und die Liste will kein Ende nehmen... :roll: Freiheit verliert man in kleinen Dosen

Gruß
Axel

Verfasst: Di 24. Apr 2007, 20:58
von rec
Hallo,
o, seit 9/11 ist unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung ein perfektes Überwachungssystem geschaffen worden und die Liste will kein Ende nehmen... Mit den Augen rollen Freiheit verliert man in kleinen Dosen
In Deutschland sterben mehr obdachlose als durch Terrorismus
und so mit dem Geld aus dem Überwachungssystem kann mehr leben
gerettet werden
Die haben so ein großes tam-tam mit dem Stasi gemacht
und jetzt sind selber welche geworden
Gruß

Verfasst: Di 24. Apr 2007, 21:53
von Thargor
Umgekehrt wird doch ein Schuh draus.... Warum empfindet die Bevölkerung eine Bedrohung durch Terror mit evt. einigen (ggf. hundert) Toten so dramatisch? Auto fahren tun alle und da gibt es jedes Jahr Tausende Tote im Verkehr. Aber niemand kommt auf die Idee, Autos zu verbieten.... :think:

Zynisch ? .... wohl eher realistisch.

Viele Grüße!