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Impendanzlinearisierung bei LS
Verfasst: Di 3. Jan 2006, 11:44
von florentino
hallo beieinander,
ich habe eine frage zu impendanzlinearisierung von lautsprechern.
es ist doch so dass röhrenverstärker einen geringen dämpfungsfaktor haben und deshalb LS impendanzlinearisiert werden indem meist paralel zum HT ein RCL glied geschaltet wird oder ?
nun aber die eigentliche frage, der anstieg der impendanz im bassbereich wird aber nicht beeinflusst
kommt daher dann in vielen fällen die schlechte kontrolle von den bässen ?
sollte dort auch linearisiert werden
oder ist die linearisierung dort nicht so wichtig wie im HT MT bereich ?
ist es überhaupt möglich einen Ls ganz zu linearisieren ?
bin auf eure antworten gespannt
Verfasst: Di 3. Jan 2006, 14:31
von Kawabundisch
Hallo Florentino,
also bei mir funktioniert das einfach Klasse ohne ein LS- Impendanzlinearisierung (was immer das auch sein soll und wer braucht das denn)

.
Ich habe eine schöne Box von Newtronics mit 91 dB Wirkungsgrad(vorher eine B&W603 mit 89dB) und da schließt man an und geniesst

.
Also manchmal habe ich das Gefühl es wird etwas (mit der was muß ich noch alles umbauen wenn ich einen dieser Röhrenverstärker benutze) übertrieben.
Man sollte die Dinge nicht so kompliziert machen.
Gruß Bernd
Verfasst: Di 3. Jan 2006, 18:52
von vintage64
Moin florentino,
also ich finde Dein Thema hochinteressant !
Wie Du siehst, benutze ich die enacom sp zur Impedanzlinearisierung.
Seit längerem ein Paar an den High-LS-Terminals meiner Tannoys mit
großem Erfolg, wie auch Thargor und nordlicht bestätigen können.
Seit gestern habe ich versuchsweise ein zweites Paar an den Low-Terminals dranhängen und ich bilde mir ein ...
na ja, ich bin mir ziemlich sicher, einen deutlichen Unterschied zu hören:
der Grundtonbereich ist ausgeprägter und vor allem nimmt die Räumlichkeit - erstaunlicherweise über den gesamten Frequenzbereich - deutlich zu.
Es ist ein nochmals gesteigerter musikalischer Genuß damit verbunden !
"Wunder" gibt es immer wieder ... aber ich bin mir bewußt, daß das Endergebnis sehr stark von den jeweiligen LS, den elektrischen und konstruktiven Eigenschaften des LS-Kabels sowie den elektrischen Eigenschaften des Übertragers abhängt.
Bei mir ist es glücklicherweise ein Volltreffer !!

Verfasst: Di 3. Jan 2006, 19:28
von florentino
hallo,
erst mal danke für eure zuschriften
bei dem enacom sp vermute ich stark dass es sich um ein einfaches RC-glied handelt
Verfasst: Di 16. Jan 2007, 20:52
von Stefan
Ich glaube nicht, dass der/das Enercom an eine Impedanzlinearisierung herankommt. Ich werde demnächst das "teil" mal zum spaß durchmessen.
Die Impedanzlinearisierung muss zum jeweiligen Lautsprecher passen.
Es wird auch recht stark von der Gegenkopplung der Endstufe abhängen.
Angenommen eine Röhrenendstufe würde aufgrund des
Je nach Lautsprecher kann es schon mal vorkommen, dass Impedanzspitzen bei 24Ohm liegen.
Im Bassbereich hast du durch eine höhere Impedanz des Lautsprechers in Bassreflexrohrabstimmung nicht automatisch eine "schlechtere" Kontrolle, nur kann es hier wiederrum zu einer FQ-gang Anhebung kommen (hier ist der Buckel aber nicht ganz so ausgewogen, Raumeinflüsse wohlmöglich entscheidender).
Du solltest am besten mal mit einer Testcd und einem Multimeter testen ob sich die Spannung (bei gleichbleibender Lautstärkeneinstellung) über die Frequenzen verändern.
Wenn das der Fall ist müsste man mithilfe des Lautsprechershop tools pi mal daumen etwas zusammenbasteln. Es wird letztendlich nicht sehr teuer werden, ist nur etwas zeitintensiv.
Im Tiefbassbereich sind Impedanzlinearisierungen wegen der Spulengröße fast nicht zu realisieren und warscheinlich auch (s.o.) recht sinnfrei.
Ich als Newbie auf dem "Rohren wirklich hören" bereich frage mich, ob gerade daher manchmal der "warme" klang kommt, wenn die box dann mit dem Verstärker auf einmal mehr "mitten" besitzt.
http://www.lautsprechershop.de/tools/t_ ... rektur.htm
Verfasst: Di 16. Jan 2007, 21:02
von vintage64
Moin,
ich bin mittlerweile weg vom alten Aufbau und betreibe bi-amping. Demnächst die 300B für das Hochtonhorn (1 x Enacom an HF, nur
noch sicherheitshalber. Benötige den Widerstand im RC-Glied) sowie die 845 für den Bass, beide in SET-Schaltung.
Die 300B allein kam tatsächlich sehr "aus der Mitte". Der durch bi-amping erzielbare Schub untenrum und die deutlich gesteigerte räumliche Darstellung
machen das Klangerlebnis mit Röhren für mich erst richtig rund !
Grüße,
vintage
Verfasst: Mi 17. Jan 2007, 10:37
von Stefan
Ich hätte etwas "angst" einen Lautsprecher mit verschiedenen Verstärkern zu "Biampen".
Bei mir würde ich den Hochton mit einem eigenen Verstärker versorgen, der Mittel Tiefton hätte einen anderen Amp (so sind meine Nuberts jedenfalls aufgebaut). Angenommen ich hätte da verschiedene Phasen durch die verschiedenen Verstärker (Bei Consumerprodukten ist diese ja keinesfalls genormt), hätte ich dann ekelhafte Effekte im übergangbereich.
Bei tiefen Frequenzen (so bis 200hz) würde ich mir weniger Gedanken machen.
Ich habe irgendwo mal "aufgeschnappt", dass ein "unsauberer" übergangsbereich teilweise eine andere Räumlichkeit hervorruft, ist allerdings halbwissen

Verfasst: Mi 17. Jan 2007, 12:24
von Fitzroy2309
Hallo,
nun mal rein technisch...
Da ein Röhrenverstärker eine Ausgangsimpedanz von ungefähr 1 Ohm (Transistoren ca 1/100-1/1000 Ohm)hat, bildet der Widerstand der Endstufe mit der über die Frequenz veränderlichen Impedanz des LS einen Spannungsteiler.
Das bedeutet, daß wenn der Lautsprecher einen niedrigen Widerstand darstellt aufgrund des erhöhten Stromflusses mehr Spannung im Verstärker abfällt als bei höherem Widerstand.
Ergo spielt der LS leiser.
Da bei der Trennfrequenz durch die Weiche, die Impedanz des Lautsprechers stark ansteigt spielt der Lautsprecher lauter...
Nun kann man nicht sagen das es mit besser oder schlechter klingt... da es ja sehr häufig raumabhängig ist.
Elektrisch gesehen ist es aber für den Verstärker die wesentlich "stressfreiere" Variante die Impedanz zu linearisieren und führt zumindest messtechnisch zum Frequenzgang den sich der Hersteller vorgestellt hat.
Wenn man die Daten der Impedanzkurve vom Hersteller bekommt, sollte es auch ohne Schwierigkeiten möglich sein eine Impedanzlinearisierung zu berechnen.
Die Bauteile sind i.d.R. nicht teuer und auf jeden Fall einen Versuch wert.
Grüsse Fitzroy
Verfasst: Mi 17. Jan 2007, 17:52
von vintage64
Hi Stefan,
... verschiedene Phasen durch die verschiedenen Verstärker ...
Scheint was dran zu sein. Eine Transe für den Bass ging gar nicht.
Wesentlich besser wurde es mit einem KT88 PP, besonders im Triode Modus.
Beide amps werden in meinem geplanten Aufbau tonal ähnlich sein, auch "elektrisch", da beide in SET-Schaltung ausgelegt sind.
Und - was imho wichtig ist - beide vom selben Hersteller (Yarland).
Verwende übrigens Tannoys DC mit 30 cm Bässen und 96 dB. Trennfrequenz bei 1.3 kHz. Näheres ist in meinem Thread zu den Tannoys
und zum Yarland FV-66S nachzulesen ...
Viele Grüße,
vintage
Verfasst: Mi 17. Jan 2007, 19:06
von Fitzroy2309
Hallo,
wenn es besonders im Triodenmodus besser klingt, kann das durchaus daran liegen, daß Trioden im Verhältnis zu Tetrode/Pentoden einen besseren Dämpfungsfaktor haben.
Wie gesagt ich würde eine Linearisierung ausprobieren.
Grüsse Fitzroy
Verfasst: Mi 17. Jan 2007, 21:41
von Stefan
Ich als Neuling... welcher Dämpfungsfaktor ist mit einer Röhre eigentlich drinn?
In der Transistortechnik ist man ja "quasi" am Ende, jedes Kabel, sei es noch so dick "drückt" den herunter.
Verfasst: Mi 17. Jan 2007, 22:55
von hbhifi
So eins bis zehn in etwa (kein Scherz).
Verfasst: Do 18. Jan 2007, 08:49
von florentino
bringen eigentlich spezielle ls-kabel wie das folienkabel von goertz was????
wurden in der steroplay mal fur röhren empfohlen
ist da was dran?
oder was für ein kabeltype ist zu empfehlen?
hatte all diese fragen bereits an anderer stelle gestellt vieleicht habe ich jetzt mehr glück
Verfasst: Di 30. Jan 2007, 19:00
von ticktock
wer sich nicht so viel Mühe machen will bzw.den Impedanzverlauf seiner LS nicht kennt kann ja versuchsweise einfach einen (belastbaren) Widerstand von 12 bis 22 Ohm parallel zu den LS-Klemmen anschließen.
Schaden kann das kaum. Wenn es damit besser klingt lohnt es sich über eine genau angepasste IL nachzudenken.
Bringt mehr als teure Kabelspielereien
Gruß, Holger