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Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 11:38
von VinylSavor
Hallo!
Gerd hat geschrieben:100µ haben bei 20Hz etwa 80 Ohm Wechselstromwiderstand, 1000µ nur 8 Ohm....
1000uF Elkos werden dafür aber den Klang ordentlich vermiesen.
Gerade bei Siebketten mit Drosseln brauchts keine solchen Monsterkapazitäten. Hier gilt: Weniger ist mehr (klanglich) Ich verwende selten mehr als 30-40uF Typen, dafür aber möglichst hochwertige.
Gruß
Thomas
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 11:56
von ADausF
Zitat des anderen Treads:
" Der letzte Kondensator im Netzteil ist in der Endstufe im Signalweg und damit so klangentscheidend wie ein Koppelkondensator.
Mit einem CLC-Filter hat man schon 18db Flankensteilheit und kann somit die Kondensatoren kleiner waehlen und zumindest fuer den letzten C in der Kette was hochwertiges nehmen, z.b. eine Folie oder einen Oel-Kondensator. "
solche Aussagen sind für mich sehr lehrreich!
Gruss Andreas
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 12:01
von ADausF
Hallo Thomas,
ich habe Dich gerade zitiert... da biste...
Danke für den Input!!!
Dann werde ich besser mit CLC oder CLCLC fahren wenn die ich was hochwertiges (kleines) nehme, oder zumindest den letzten C...
Gehen da auch MKP´s die ich in meinen F Weichen verwende? ...also ist das Sinnvoll und gut, oder doch lieber Ölpapier etc...?
Viele sagen Strom ist Strom... genau deshalb habe ich hier diesen Tread gemacht! Das konnt ich nämlich nicht recht glauben...
Es hat mich auch schon gewundert warum mir PSUD mit einer simmulierten CLCLC Siebung, in der nur überall 47uF drin war, auch schon eine völlig saubere Spannung rausgeworfen hat.

Thanks
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 12:24
von AndreasS
ADausF hat geschrieben:
Mit einem CLC-Filter hat man schon 18db Flankensteilheit
Hallo,
eine kleine Korrektur: die Flankensteilheit ist 12 dB/Oktave (der erste Kondensator ist der Lade-C).
Aufgabe der Siebung ist Sperrung von Wechselstromanteilen (100 Hz und Vielfache) nach dem Gleichrichter - es ist daher sinnvoller, vom
Siebfaktor zu reden...
Betrachtet man jedoch den
letzten Siebkondesator als Teil der Verstärkerschaltung, so sollte bei der Dimensionierung die untere Übertragungsgrenze (weniger als 20 Hz) zugrundegelegt werden.
Gruß Andreas
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 12:36
von Gerd
VinylSavor hat geschrieben:Hallo!
Gerd hat geschrieben:100µ haben bei 20Hz etwa 80 Ohm Wechselstromwiderstand, 1000µ nur 8 Ohm....
1000uF Elkos werden dafür aber den Klang ordentlich vermiesen.
Gerade bei Siebketten mit Drosseln brauchts keine solchen Monsterkapazitäten. Hier gilt: Weniger ist mehr (klanglich) Ich verwende selten mehr als 30-40uF Typen, dafür aber möglichst hochwertige.
Gruß
Thomas
Hallo,
ich habe noch nie 1000µ in einem Röhrennetzteil verbaut. Das wird erst passieren, wenn ich mal 6C33C in einer Endstufe verwende, deren Ri im Bereich 100 Ohm liegt, und die 100µ dann schon fast -3dB bei 20Hz bewirken würden.. Für dahingehende Betrachtungen hatte ich die Werte angegeben. Das soll bitte nicht als Argument für den 1000µ-Elko verstanden werden.
Viel hilft nicht immer viel, da stimme ich Dir zu.
Ob 1000µ den Klang vermiesen weiß ich nicht, vermute aber mal, daß es, wie immer, sehr auf die Qualität der Bauteile ankommt.
Ein Folienkondensator mit 100µ ist aus elektrischer Sicht mit Sicherheit besser als ein Elko, aber im Vergleich dazu auch groß und teuer.
Aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß 1000µ in Folie wirklich schlechter sein sollten....
Die Qualität von Elkos wird zunehmend besser, wenn man nicht partout den billigsten verbaut, den man bekommen kann.
Wo vor 20 oder 40 Jahren in guten Endstufen Elkos legitim waren, sind sie es jetzt erst recht.
Gruß Gerd
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 12:50
von VinylSavor
Hallo Andreas,
ADausF hat geschrieben:Dann werde ich besser mit CLC oder CLCLC fahren wenn die ich was hochwertiges (kleines) nehme, oder zumindest den letzten C...
Oder (besser) LCLC... wie in dem Siebkettenthread beschrieben.
ADausF hat geschrieben:Gehen da auch MKP´s die ich in meinen F Weichen verwende? ...also ist das Sinnvoll und gut, oder doch lieber Ölpapier etc...?
Ist doch wie erwähnt alles schon vielfach hier im Forum durchgekaut worden. Meine Meinung dazu findest Du z.B. im Thread zur 6CB5A. ich empfehle Dir einfach mal solche Berichte von Selbstbauern und deren Erfahrungen durchzulesen und Dir so mal einen Überblick zu verschaffen und dann gezielt nachzufragen.
ADausF hat geschrieben:Es hat mich auch schon gewundert warum mir PSUD mit einer simmulierten CLCLC Siebung, in der nur überall 47uF drin war, auch schon eine völlig saubere Spannung rausgeworfen hat.
PSUD ist ein sehr hilfreiches Werkzeug. Man kann damit viel mehr als die Restwelligkeit des Netzteils ermitteln. Z.B. das Verhalten bei sprunghafter Laständerung. PSUD wird Dir aber nicht sagen, welchen klanglichen Einfluss ein Netzteil an einer bestimmten Verstärkerschaltung klingt.
Gruß
Thomas
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 13:26
von VinylSavor
Hallo Gerd,
nach meinen Erfahrungen sind die besten klanglichen Ergebnisse zu erzielen mit moderaten Kapazitäten. Wie gesagt bis ca 30-40uF. Da kann man gute Qualität noch platzmäßig unterkriegen und die Kosten gehen noch. Es muß dabei nicht immer ein exotischer Ölpapier sein. Die ASC MP in Öl sind schon verdammt gut und noch bezahlbar. Diese ziehe ich auch MKPs vor.
Ich ziehe bewusst Röhren mit eher höherem Innenwiderstand vor, diese benötigen keine Netzteile mit brutal niedrigen Ausgangsimpedanzen um noch eine akzeptable untere Grenzfrequenz zu bekommen. So komme ich mit den kleinen Kapazitäten aus. Bei Endstufen mit z.B. 801A oder 6HS5 dann sogar unter 10uF.
Stimmt, Elkos sind schon recht gut geworden. Manchmal kommt man auch nicht ohne Elkos aus, z.B. unter Umständen als Kathodenbypass. Da setze ich deshalb auch immer einen ultrapath Kondensator von B+ nach Kathode ein, um den Einflzuss des Bypasselkos zu 'umgehen'
Gruß
Thomas
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 13:53
von Gerd
VinylSavor hat geschrieben:Stimmt, Elkos sind schon recht gut geworden. Manchmal kommt man auch nicht ohne Elkos aus, z.B. unter Umständen als Kathodenbypass. Da setze ich deshalb auch immer einen ultrapath Kondensator von B+ nach Kathode ein, um den Einflzuss des Bypasselkos zu 'umgehen'
Hallo,
gerade für die Ultrapath-Cs wäre mir rein gefühlsmäßig die Folie lieber als ein Elko mit seinem bei den benötigten Spannungen doch noch recht hohem ESR.
Bei Elkos halte ich die Parallelschaltung vieler kleiner für einen gangbaren Weg. Dann liegen die ESR alle parallel, und man erreicht insgesamt Werte im Bereich guter Folien. Und man hat in 10 oder 20 Jahren mal wieder was zum basteln, wenn ein Elko aufgibt.
Ständig neue Verstärker zu bauen führt auf Dauer einfach zu Platzproblemen, denn man mag sich so schwer davon zu trennen...
Diesen Weg kann man auch mit Folien gehen, das habe ich für ein zukünftiges Projekt auch schon ins Auge gefaßt. Jeden freien Platz einfach mit Folien vollbauen, die dann parallel geschaltet die notwendige Kapazität ergeben. Durch die niedrigen Verluste sollten keine Wärmeprobleme auftreten, und das Gehäusevolumen bleibt relativ gering. Einziges Manko ist dabei der Verdrahtungsaufwand, dem meine Faulheit etwas im Wege steht ....
Aber noch mal auf die 1000µ zurückzukommen: Was speziell wirkt da verschlechternd auf den Klang? Wird vllt. auch nur die Wiedergabe zu gut, und deckt somit Fehler auf, die man mit zu geringer Siebwirkung/zu hochohmigem Netzteil nicht richtig wahrnimmt?
Gruß Gerd
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 13:59
von VinylSavor
Hallo Gerd,
Gerd hat geschrieben:gerade für die Ultrapath-Cs wäre mir rein gefühlsmäßig die Folie lieber als ein Elko mit seinem bei den benötigten Spannungen doch noch recht hohem ESR.
Gerade da setze ich natürlich keinen Elko ein. Da kommt typischerweise ein ASC Öl-Kondensator oder was ähnlich bewährtes hin. Wie kommst Du auch darauf? ich predige doch immer möglichst keine Elkos zu nehmen.
Gerd hat geschrieben:Aber noch mal auf die 1000µ zurückzukommen: Was speziell wirkt da verschlechternd auf den Klang? Wird vllt. auch nur die Wiedergabe zu gut, und deckt somit Fehler auf, die man mit zu geringer Siebwirkung/zu hochohmigem Netzteil nicht richtig wahrnimmt?
Da ich keine 1000uF Elkos und meist gar keine Elkos verbaue, kann ich Dir das nicht sagen. Habe aber schon amps mit solchen MonsterCs gehört und die haben mir nie zugesagt. Und nein, es liegt sicher nicht daran, daß die Widergabe dann zu gut wird
Gruß
Thomas
Verfasst: Fr 6. Aug 2010, 15:22
von raudi
Hallo Andreas aus F,
Beispiel: CLCLC >
Gleichrichterröhre; 47uF (+ 0,xxuF) - 5H - 1000uF - 5H - 100uF (MKP) (+ 0,xxuF)
mit hoher Wahrscheinlichkeit schwingt das Gebilde. Spiele mal ein wenig mit PSUD. Und betrachte die Ausgangsspannung sowohl über einen längeren Zeitraum von 0 Sekunden beginnend und auch in einem kleinen Zeitausschnitt, sobald alle spannungen "stabil" sind. Dann sieht man auch besser verbleibenden Brumm.
Ansonsten haben Thomas und Gerd (fast) alles gesagt.
Beste Grüße Ralf aka raudi
Verfasst: Sa 7. Aug 2010, 10:17
von ADausF
Hallo,
ASC MP´s und die von Euch genannten...?
wo kann mal sich sowas anschauen und kaufen?
Gruss Andreas
Verfasst: Sa 7. Aug 2010, 11:03
von raudi
Hallo Andreas,
Thomas bietet (bot) diese Kondensatoren an. Frag ihn mal mittels einer PN.
Beste Grüße Ralf aka raudi