so nun meine erste Erfahrungsberichte mit den Unison Research smart 845. Am Dienstag Abend nach getaner Arbeit könnte ich endlich ( hatte mich den ganzen Tag schon darauf gefreut ) den Smartis widmen. Zuerst habe ich mich noch den Gerätenfüsse gewidmet weil schon ein paar fehlten oder auf ihrem Selbstklebepads verrutscht waren, habe die Füsse alle ersetzt. Dann mußte ich auch noch auf die schnelle ein Board zusammen zimmern weil ich aus Platzgründen die Amps nicht neben die Boxen stellen kann und das alte Board hatte nicht genügend Platz für zwei Amps nebeneinander.
Dann war es endlich, endlich soweit ich konnte die Amps einschalten, werden sie brummen ????. Es war jeweils ein kurzes wwwuuuppp zu hören und aus dem rechten Lautsprecher war ein ganz, ganz leises tieffrequentes Brummen zu vernehmen während der linke Lautsprecher absolut still blieb.
Also CD in den Player und mit sehr moderater Lautstärke gelauscht was mir dageboten wurde. Hmmmm, der ( erwartete ??? ) absolute Überflieger war das nun wirklich nicht, das gefiel mir aber über meinen Mr. Liang 845SE ehrlich gesagt wesentlich besser. Viel geschmeidiger und leichtfüssiger, auch die räumlich Wiedergabe konnte mich nicht überzeugen. Auch das Dynamikverhalten war sehr verhalten. Als ich dann mal etwas "Gas" gab flachte die Räumlichkeit total ab und die Dynamik engte noch mehr ein, alles wirkte sehr, sehr komprimiert. Ein noch beherzterer Rechtsdreh am Lautstärkeregler quittierten die Amps dann mit regelrechtem Gekreische und Gezerre.
WAS !!!
Nein, was ich da gehört habe war ja sogar noch weit, weit unterhalb vom Dynavox-Niveau. Hätte ich meinen Radiowecker an meine Hörner angeschlossen dann hätte es bestimmt nicht schlechter geklungen. Da ich die Bauteile in der Schaltung nachgemessen habe konnte ich dort einen Defekt praktisch ausschließen, speziell die fetten Elkos für die Anodenspannungversorgung der 845er hatten noch ihre Kapazität von 1000 µF ( zwischen 1029 - 1087 µF ) , einzig die beiden geblähten 16 V Sieb-Niederspannungselko der Heizung für die 845er hatten scheinbar ihre besten Zeiten schon lange hinter sich. Das konnte also die Ursache nicht sein. Übertrager ????, man weiß ja nie was die Amps in den 10 Jahren ihrer Existenz schon so alles erleben mußten, nicht angeschlossene LS während des Betriebs können ja fatale Folgen haben.... Das schloss ich aber eigentlich vorerst auch mal aus. Naheliegend beschloss ich das ich mal die Röhren von Vor- und Treiberstufe erneuern werde. Es war in der Vorstufe eine Telefunken ECC83 und in der Treiberstufe ein 12AU7 ( vermutlich Sylvania ) verbaut. Ersetzt habe ich die Röhren gegen GE 12AX 7-WA und JJ-ECC802S. Die verbauten Valve-Art 845 lies ich zu erst einmal in den Bajonett-Sockeln da die direkt geheizten 845 mit ihren thorierten Wolfram Heizdrähten ja extrem langlebig ( > 30.000 Std. ) sind.
Und ????,
Schade das ich nun nicht mehr einen direkten A-B Vergleich gegen den Red Dragon 211SE machen kann. So wie ich diesen klanglich überragenden Amp aber immer noch in den Ohren habe sehe ich mit der Orginal-Röhren-Bestückung ( Unison ) den Red Dragon 211SE immer noch vorne. Speziell die extreme Spielfreude die dieser 211SE Amp zu vermitteln vermag und besonderst die überragende und beispiellose Dynamik und Explosivität die wirklich ihres gleichen sucht dürften schwer zu toppen sein. Der Red Dragon ist aber zweiffellos auch ein Schmeichler und Schönzeichner der nicht immer ganz bei der Wahrheit bleibt. Im Gegensatz dazu sehe ich die Unisons die grund-ehrliche Gesellen sind und bei schlechten Aufnahmen auch schlecht klingen. Der Red Dragon 211SE klingt halt immer fantastisch.
So das war der Klangbericht der Unisonse mit der Röhrenbestückung wie sie der Erbauer und Konstrukteur vorgesehen hat. Was ist aber dann das Geheimnis des Red Dragon 211SE, warum macht dieser Amp so einen unglaublichen Spass, klingt niemals nüchtern ( aber nicht besoffen
Worauf ich hinaus will ????, nun , andere Röhre - anderes Klirrspektrum. Ich ersetzte also kurzer Hand die ECC802S in der Treiberstufe durch die Philips-ECG 6201 ( 12AT7-WA oder ECC801S , ECC81 ). Die GE 12AX7-WA ( ECC83 ) wurden durch die Philips-ECG 5751 ersetzt, sowie die Valve-Art 845 durch die Shuguang 845B. Mit dieser Röhrenbestückung haben die Unisons in meinen Ohren wieder einen ganz gewaltigen Schritt im Klang nach vorne gemacht, wobei der Unterschied wohl fast alleine durch die Treiber-Röhre gemacht werden wird. Alles wirkt viel explosiver und kraftvoller, die Amps strotzen jetzt nur so vor Kraft. Auch die Räumlichkeit hat scheinbar deutlich gewonnen und die Amps klingen irdendwie viel spritziger.Die Gesamtverstärkung hat auch deutlich zugenommen, bei gleicher Potistellung sind die Amps mit der geänderten Röhrenbestückung nun auch deutlich lauter ohne das sie zu verzerren zu beginnen.
Mehr Klirr ????, bin mal gespannt was die Messungen enthüllen werden. Schon jetzt lehne ich mich mal aus dem Fenster und behaupte das die Unision weder die 20 Hz, noch die 20 Khz ganz schaffen. Speziell ganz oben herum fehlt mir einiges.
Auch noch was, was mir aufgefallen ist. Heiß werden bei den Unisons nur die 845er, die Trafohaube werden auch nach stundenlangem Betrieb noch nicht einmal handwarm .Es geht also doch !!!!!.
Zu Schluss noch was zum gucken
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Fortsetzung folgt...............


