Vor-Endstufen - Wo wird der Klang am meisten beeinflusst??

Hier gehts nur um Verstärkung, egal welcher Art.

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audio_virus
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Vor-Endstufen - Wo wird der Klang am meisten beeinflusst??

Beitrag von audio_virus »

Hallo zusammen,

wer kann mir erklären wo und warum der Klang in einer Vor-End Kombination am meisten beeinflusst wird? Ist die Vorstufe am wichtigsten? Verstärkt die Endstufe das Signal nur oder findet hier auch eine bedeutende Klangbeeinflussung statt??

Gruß
Christian
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Rund
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Re: Vor-Endstufen - Wo wird der Klang am meisten beeinflusst

Beitrag von Rund »

audio_virus hat geschrieben:Hallo zusammen,

wer kann mir erklären wo und warum der Klang in einer Vor-End Kombination am meisten beeinflusst wird? Ist die Vorstufe am wichtigsten? Verstärkt die Endstufe das Signal nur oder findet hier auch eine bedeutende Klangbeeinflussung statt??

Gruß
Christian
Hi Christian,

das lässt sich so pauschal nicht beantworten und ist bei der Endstufe zudem von der Kombination des Lautsprechers abhängig.

Gruß

René
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Bender
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Beitrag von Bender »

Hallo Christian,

ich schliesse mich der Meinung von René an. Aber eins ist natürlich klar, dass was die Vorstufe versaut kannst du mit der Endstufe nie wieder ausbügeln.

Eine Ideale Vor-/Endstufe verstärkt nur, sie nimmt keine Informationen weg und fügt keine Informationen hinzu - sie arbeitet linear.

Ein schlechtes Beispiel ist mein Nachbar, er hört Musik über Laptop, Equalizer und Verstärker. Er nimmt im Equalizer des Mediaplayers auf dem Laptop Bässe und Höhen raus schickt das Signal an einen Equalizer wo er Bässe und Höhen wieder anhebt, dann geht das Signal weiter an so eienen Funzelverstärker (das Drecksding ist bei der letzten Party endlich abgeraucht :lips: ) und weiter an ein 5.1 System - das sollte eigentlich schon beim lesen in den Ohren weh tun, in wirklichkeit ist es schlimmer! Nach seiner Meinung ist das die einzige Einstellung wo die Musik gut klingt - OK, jeder wie er mag.

Mein Vorverstärker ist der Linestage von Reinhard (audiosix), das schöne ist, ich kann den Entwickler fragen wo welche Anpassung sinnvoll ist wenn ich meinen Vorverstärker in irgend eine Richtung anpassen möchte, es mag dem einen oder anderen weh tun aber so eine Anpassung nennt man sounden, bei dem Linestage ist z.B. die erste Röhrenstufe die Klangbestimmende.

Gruss /// Ole
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audio_virus
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Beitrag von audio_virus »

:D Colle Sache mit dem Laptop!

Aber letzten Endes sagts du: Die Vorstufe machts, oder?
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Bender
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Beitrag von Bender »

Nein das habe ich so nicht gesagt!

Die gesamte Kette machts, selbst wenn du über eine sehr gute Vor/Endstufen Kombination hochkompriemierte MP3s hörst, wirst du nie auf CD Niveau kommen. Jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied.
In diesem Beispiel ist die Quelle das schwächste Glied.

Wenn einen Neuanschaffung ansteht und man budgettechnisch vor der Frage steht, kaufe ich mir jetzt im ersten Schritt erst mal eine sehr gute Vorstufe und mache Abstriche bei der Endstufe oder mache ich es lieber anders rum, würde ich zur besseren Vorstufe tendieren - andere machen es anders rum, beides kann man begründen.

Zufrieden ist man erst wenn die gesamte Kette stimmt, bzw so richtig zufrieden ist man nie/selten weil ein Glied ist immer das schwächste und könnte ein Update vertragen.

Gruss /// Ole
RuH e.V. Mitglied

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walterd
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Beitrag von walterd »

Hallo,

ich habe keine Vor-Endstufenkombi, kann aber sagen, dass ich mit einem Vorverstärkerröhrentausch größeren Einfluß auf den Klang, Räumlichkeit etc. nehmen kann, als mit einem Tausch der Endstufenröhren.

Gruß
Walter
audio_virus
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Beitrag von audio_virus »

Genau das ist es was ich mir aus dem ganzen gelesenen hier im Forum auch zusammenreime!
Bei den meisten Aussagen wurden die Röhren der Vorstufe getauscht was (angeblich) den größten Vorteil bringt.
Der Tausch der Endstufenröhren bringt meistens nicht ganz soviel (vielleicht etwas mehr Bass oder so)
Deswegen habe ich diesen Thread mal angestossen...
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Mario
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Beitrag von Mario »

Hm, ich seh das auch so wie schon geschrieben. Wenn die Endstufe die LS nicht kontrollieren kann, geht hier sicherlich mehr verlohren, wie durch eine schlechter Vorstufe. Auf der anderen Seite habe ich meine größten Vortschritte durch bessere Vorstufen gemacht. Ich denke lieber eine günstiger Endstufe die die LS unter eiserner kontrolle hat und dafür eine gute Vorstufe kaufen.

Gruß

Mario
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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Moin,

meine Erfahrung ist die, daß sehr wohl auch eine für die Lautsprecher ungeeignete Endstufe klanglich deutlichst hörbare Einbußen zur Folge hat !
Ich mußte leider die schmerzliche Erfahrung machen, daß meine 300B SET letztlich nicht in der Lage ist, meine 30cm DC Tannoys - trotz 96 dB Empfindlichkeit - hinreichend zu kontrollieren.
Erst der Umstieg auf die mehr als doppelt so starke 845 SET brachte letztlich im Hörvergleich diese Erkenntnis.

Ansonsten ist es in der Tat so, daß der Wechsel der Vorstufenröhren klanglich am deutlichsten Unterschiede zu Tage fördert.
Damit kann dann auch der Klang einer Kette sehr gut abgestimmt werden.

Viele Grüße,
vintage
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Rund
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Beitrag von Rund »

Hi,

ganz so einfach würde ich es nicht sehen.

Im Grundtonbereich ist der Einfluß der Vorstufe sicherlich stärker ausgeprägt, hinsichtlich Bass-, Hochtonbereich kann eine Endstufe ganz schön mitspielen im Klangverbiegen.

Aber eine gute gemachte Vorstufe sollte man eigentlich genauso wenig "hören" wie die Endstufe.

Wenn schon sounden, dann doch z.B. beim Tonabnehmer...der lässt sich leichter wechseln :mrgreen:

Gruß

René
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chrissy
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Beitrag von chrissy »

Hi,

bei mir war es ähnlich wie bei Vintage, bloß, dass ich jetzt die halbe Leistung eines 6l6 Pärchens habe, aber die 845 haben meine Zingalis voll im Griff, jetzt stimmt der Bass. An Vorstufen hab ich bis jetzt nur die Linestage von Reinhard bei mir gehabt und bin voll zufrieden. Ein Röhrentausch in der Vorstufe hatte nicht die Auswirkungen wie der Wechsel auf 845. Aber das ist sicherlich von den Komponenten abhängig.

Gruß

Christian
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Kalle
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Beitrag von Kalle »

Moin,

eigentlich ist schon alles gesagt. Natürlich müssen Endstufen und Lautsprecher zusammenpassen.
Nach meinen eigenen Erfahrungen in meiner und auch in den Anlagen von Freunden gehören Vorstufen zu den meist unterschätzten Bausteinen einer Anlage. Erst wenn es vorne wirklich stimmt merkt man wie gut die Endstüfchen sind. :mrgreen:
Passive Vorstufen halte ich nach eigenen Versuchen für einen Irrtum der Geschichte :P :weed: .

Gruß Kalle
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Thargor
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Beitrag von Thargor »

Volle Zustimmung Kalle! :OK:

Den größten klanglichen Schritt habe ich auch bei der Vorstufe erlebt. Bei den Endstufen habe ich wesentlich geringere Unterschiede erlebt, von Fehlanpassungen mal abgesehen. Aber hinten raus darfs auch schon genügend Hubraum sein....

Viele Grüße!
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Beitrag von audio_virus »

:wink: Das hört sich ja alles ganz so an als hätte ich mit meiner Vermutung recht. Wenn ihr die Röhren im VV tauscht, dann alle oder nur die kleinen? Also die ECC82 , ECC83.. usw.???
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Thargor
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Beitrag von Thargor »

Das hängt von der Vorstufe ab.... welche verwendest Du denn?
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Beitrag von audio_virus »

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Thargor
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Beitrag von Thargor »

Frag doch Reinhard mal direkt, was er da empfiehlt....

Viele Grüße!
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Beitrag von audio_virus »

Werde ich noch tun, danke für den Tipp!
Den Thread habe ich aber nicht nur wegen meiner Vorstufe aufgemacht, sondern um das Thema allgemein besser zu verstehen :OK:
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yawg
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Beitrag von yawg »

Hallo Christian,

Hier noch mein Senf dazu: Ich habe intensives Tube Rolling gemacht bei all meinen Röhrengeräten und festgestellt, daß die Kleinsignalröhren überall deutliche Unterschiede bringen.

In der Vorstufe war bei mir der Unterschied ebenso groß (eben abhängig vom Qualitätsunterschied der verwendeten Röhren) wie bei meinen beiden Paar Monos, auch die Phasensplitter waren wichtig. Im Grunde machen die Treiber in der Endstufe IMHO ja wohl das gleiche wie in der Vorstufe, bin technisch aber nicht so drauf ...

Auf meine alten Ohren kann ich mich aber noch ganz gut verlassen.

Am besten klingen bei mir in der Regel alte Militärröhren mit 3-fach Glimmer und schwarzen Anodenblechen. Die MIL-Röhren haben auch sehr enge Toleranzen (machted out of the box!) und weniger Mikrofonie und sind immer Langleberöhren.

Dabei machte es klanglich weniger aus, ob die Charakteristiken der getauschten Röhren abwichen, die 5751er haben ca. 30 % weniger MU als die E83CC, klingen aber viel besser.

Bei den E88CC, E188CC und CCa (habe ich im Wandler) gibt's leider keine 3-fach Glimmer und außerdem extrem viel verschiedene Sorten, da blieben bei mir am Ende Siemens/Halske CCa (wovon es wieder ne ganze Menge verschiedene Abarten gibt) und Telefunken E88CC als beste übrig.

Oft ist die Röhrenwahl klangentscheidend, ein High-End Bolide mit neuen JJ Treibern klingt meistens schlechter als ein viel billigeres Teil mit auserlesenen NOS-Röhren.

Bei meinen Monos habe ich bisher kein Rolling der Endröhren gemacht, da mir der Austausch von 12 EL34 bzw. 8 PL519 ein bißchen zu teuer ist, um mal was Anderes auszuprobieren.

Happy Rolling!

Gruß, Jörg.
CD-Player: Arcam CD-23, DAC: Cayin DA-2/Siemens/Halske CCa, Musik-Server: Mac MDD mit M-Audio Revolution 7.1, DAT-Recorder: Sony DTC-2000ES, PS: Empire Troubador 598 III, TA: Dynavector XX-2 Mk II/Empire 4000 DIII, VV: Dynavector P-75 Mk II/Audio Exklusiv P2, Mono-EV: Mitten-Hochton: EAR 549 mit NOS-Treibern, Baß: Marantz MA-700 THX, LS: Magnepan 3.6R mit Custom-Weichen, Klangregelung: Nubert ATM-11, SW: Nubert AW-1000, KH: Stax Lambda Nova Signature mit Röhren-Energizer SRM-T1S
Hans-J.
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Beitrag von Hans-J. »

Hallo Christian,

die Qualität der Wiedergabe einer Hifi – Anlage wird zu 70% von der Vorstufe beeinflusst. Falls ein anderer Eindruck entsteht (Lautsprecher, schwächstes Glied, z:B.) hat man ein Problem!


Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg

Hans-Jörg
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