Kleiner Transportschaden beim Cayin A88T

Hier gehts nur um Verstärkung, egal welcher Art.

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Kleiner Transportschaden beim Cayin A88T

Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

hallo Forum,
habe heute meinen A88t bekommen. Als ich den Ruhestrom einstellen wollte ist mir folgendes aufgefallen. Am Netztrafo sitzt ein Kondensator mit 100mF,
bei mir eine axiale Version. Eine Seite ist lose. Wahrscheinlich abvibriert beim Transport. Die noch angelötete Seite ist auf Pin 3. An welchen Pin gehört die andere? Laut Schaltplan gehört der Kondi zwischen Pin 20-22. Sowieso komisch das es zwei Versionen gibt.
Bitte helft mir. Ich trau mich nicht ihn in Betrieb zu nehmen.


Gruß Alex
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Erzkanzler
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Beitrag von Erzkanzler »

Hi Alex,

heute Abend ist es zu spät, ich schick Dir morgen mal ein Foto zu.

Grüße
Martin
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Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

Hallo Martin,
ich glaube Du bist der richtige Mann für mein Problem.
Danke.

Gruß Alex.
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Beitrag von Erzkanzler »

Hi Alex,

habe in meinem Fundus mal gegraben und einen Detailausschnit von dem Bereich angefertig:

Bild

An Pin 22 ist noch eine Diode zum Kondensator geschaltet.

Bild

Den Widerstand siehst Du auch auf dem Foto.

Möglicherweise ist Deine Zählrichtung verkehrt.

Sonst mach doch mal ein Bild von dem Bereich.

Grüße
Martin
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Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

Bild

Hallo Martin.
Anbei ein Bild vom Unglück. Sieht anders aus als bei Dir.
Gruß Alex
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Erzkanzler
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Beitrag von Erzkanzler »

Wähl den Ausschnitt bitte ein wenig größer, so dass ich einen Überblick über die Trafoverdrahtung bekomme.

Grüße
Martin
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Beitrag von Erzkanzler »

Welches Beinchen des Elkos ist ab?

Grüße
Martin
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Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

Bild





Hallo Martin,
nach langem Suchen bin ich heute dahinter gekommen wo das Beinchen angelötet war.
Es muss doch eine kalte Lötstelle gewesen sein. Auf dem Pin konnte man noch das Loch im Lötzinn erkennen. Der Draht scheint einfach rausgeflutscht zu sein. Der Pin ist auf dem Trafo als Pin 21 benannt. Auf ihm kommen Widerstand und Diode zusammen. Liegen in Reihe. Der Kondi ist paralell.

Gruß Alex
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Beitrag von Erzkanzler »

Hallo Alex,

hab das Bild mal nachbearbeitet um etwas erkennen zu können:

Bild

So viel anders sieht das ja garnicht aus, nur wo ist die Diode?

Grüße
Martin
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Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

Hallo Martin,
die Diode versteckt sich genau unter dem schwarzen Kabel. Der Draht des Widerstands mach einen Knick und führt auf Pin 21. 10mm oberhalb ist Pin 20. Von ihm geht die Diode zu Pin 21. Ich schätze mal das Pin 21 ein Lötstützpunkt ist. Der Kondi ist mit Pin 20 über Pin 3 verbunden. Der Kondi ist also über Pin 21 zwischen 20 und 22 paralell. Das deckt sich wieder mit dem Schaltplan. Falls ich das falsch sehe, lass es mich wissen.


Gruß Alex
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Beitrag von Erzkanzler »

Hi Alex,

hab das Foto von meinem Amp noch mal extrem vergrößert.
Die Schaltung ist bei mir identisch, 21 ist auch als Lötstötzpunkt für die Diode eingebaut. Lediglich der Kondensator ist auf Grund der anderen Baugröße direkt angelötet. Damit stimmt der Plan nicht, Klemmen 20 und 22 sind vertauscht (was letztendlich aber egal ist).


Grüße
Martin
Zuletzt geändert von Erzkanzler am Sa 2. Jul 2005, 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von hifi-tubbie »

Erzkanzler hat geschrieben:Wenn Du den Kondensator wieder anlötest, schreib doch mal bitte kurz die Werte raus. Sieht so aus als wenn ein Kondensator mit größerer Kapazität eingebaut wird als bei den älteren Geräten.
hat eigentlich mal jemand ein Produktionsdatum am/im Gerät gefunden? Bei meinem finde ich nichts...

Bye!
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Beitrag von Erzkanzler »

hifi-tubbie hat geschrieben:
Erzkanzler hat geschrieben:Wenn Du den Kondensator wieder anlötest, schreib doch mal bitte kurz die Werte raus. Sieht so aus als wenn ein Kondensator mit größerer Kapazität eingebaut wird als bei den älteren Geräten.
hat eigentlich mal jemand ein Produktionsdatum am/im Gerät gefunden? Bei meinem finde ich nichts...

Bye!
Moin HiFi-Tubbie,

nö, ich auch nicht. Möglicherweise haben die Inlandsgeräte keine, oder es steht in chinesischen Hieroglyphen.

Grüße
Martin
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Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

Hallo Martin,
der Wert des Kondensator ist gleich bis auf die Spannungsfestigkeit. Die ist mit 160Volt angegeben. Eine Revision hab ich auch nicht gefunden.
Auf jeden fall läuft der Amp. Und das nicht schlecht. Ist jez seit 5 Std. am Netz und wird von Stunde zu Stunde besser. Hab, als er offen war, den Ruhestrom gleich abgeglichen. Die Ausgangswerte waren bei mir auch sehr niedrig eingestellt. So ca. 42-43mV. Hörbericht folgt später. Nochmal vielen Dank für Deine Mühe.


Gruß Alex
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Ruhestrom

Beitrag von Analog_Tom »

Hi Jungs,

das habe ich bisher aus Respekt vor der Hohen Spannung auch noch nicht gemacht, werde die Ruhestromeinstellung aber wohl bald nach holen... :oops:
Hab mir gestern erst einmal ein Pärchen GE 6SN7 als Ersatz für die Cayin Treiberröhren gegönnt :D , muß aber noch bis morgen warten bis ich sie einbauen kann, bin am WE leider nicht zu Hause. . .
Was hat das mit der größeren Kapazität auf sich ist das gut oder schlecht, was bewirkt es?

Viele Grüße

Euer Tommi
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Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

Hallo Tommi,
der Kondi hat 100mF, 160Volt. Also ist die Kapzität gleich nur die Spannungfestigkeit ist höher.
Vielleicht htten die bei Cayin grad keinen 100Volt da....
Der Amp spielt sensationell. Noch etwas vordergründig aber sonst luftig und detailreich. Räumlich sehr schön. Er braucht noch ein paar Tage. Ist erst ca. 8 Std. gelaufen.


Gruß Alex
Gast

Beitrag von Gast »

Hi,
da gehört auch ein 160V Kondensator hin!
Der Kondaensator ist also richtig!
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Beitrag von Erzkanzler »

Moin,

70V AC am Trafo mit max. 15% Spannungsanstieg in Deutschland (220 auf 253V) macht 80,5V AC. Darauf folgt eine Einweggleichrichtung, macht DC-Spitzenspannung von 113V.

Der Standard-Kondensator mit 100V ist mehr als an der Kante. Würde einen Austausch anraten, wenn der Amp mal auf ist.
Anscheinend ist der bei Nie-mehr-ohne bereits getauscht worden.

Grüße
Martin
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Beitrag von Nie-mehr-Ohne »

Hallo Martin,
dann hatte ich doch Recht. Laut Schaltplan von 2002 ist da ein 100V-Typ drin.
Wäre interessant ab wann das geändert wurde.
Ich habe in einem Thread vom Modding der Pufferkondies gelesen. Im Eu-Amp sind 330mF/500V drin, im China-Amp sind 470mF/450Volt drin.
Jetzt hab ich bei TubeTown 500mF/500Volt JJ-Elektronic gesehen. Die sollten sich doch gut eignen,oder?

Gruß Alex
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Beitrag von Erzkanzler »

Hallo Alex,

die 100V reichen für die Standard-China-Version, da es in China ein 220V-Netz gibt.

Für Deutschland wäre die 160V-Version richtig.
Auch bei den Pufferkondies wäre ein Upgrade auf eine höhere Spannungsfestigkeit wünschenswert.

Grüße
Martin
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