prähistorischer hörvergleich--quad22/GL 50a

Hier gehts nur um Verstärkung, egal welcher Art.

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sme
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prähistorischer hörvergleich--quad22/GL 50a

Beitrag von sme »

seit kurzem befinden sich zwei original Quad 22 monoblöcke mit mullard
und gec-kt66 röhren samt dazugehörigem quad
röhrenvorverstärker in meinem besitz.(bild aus dem internet....)

Bild

antreten sollen sie gegen die, als geheimtipp geltende grant&lummley gl50a,
bestückt mit kt77-gold lion / und wahlweise el34 jj.


Bild

beide endstufen sind irgendwann, vor über 50 jahren gebaut worden.
die quad`s sind in technisch hervorragendem zustand, die g&l wird
jetzt noch überholt. ( leichte schmauchspuren und bedenklich schwarz
gefärbte widerstände gaben anlass für einen genaueren blick ins innere...)

der erste, flüchtige "funktions-hörtest" bestätigte meine vermutung das
beide treiber klanglich dicht beieinander liegen, und das obwohl die g&l
offensichtlich mit handicap werkelte.
sobald sie aber fit ist wird nach ausgiebigem hörtest die entscheidung fallen.
entweder wird eine der beiden verkauft oder ich versuche mal ein bi-amping... :shock:

falls es euch interessiert werde ich berichten......
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Tom_H
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Beitrag von Tom_H »

Hallo SME,
da hast Du dir ja ein paar schöne Stücke "an Land" gezogen. Nach dem was ich bislang gelesen habe, sollen die Quad's ja an geeigneten Lautsprechern hervorragend spielen. Leider habe ich sie persönlich noch nicht hören können. In welcher Preisklasse liegen denn die genannten Verstärker?

Ich denke schon das ein Hörbericht für die Allgemeinheit von großem Interesse ist. Auch wenn viele User hier im Forum Chinesische Verstärker haben, bedeutet das ja nicht, dass die "alten Helden" hier kein Interesse finden.

Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht......... :wink:

Viele Grüße,
Ich bin eine undercover Signatur. Wer mich klickt, wird etwas lernen... ;-)
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Thargor
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Beitrag von Thargor »

Hi SME,

das sind ja schöne Stücke! Besonders die Quad 22 haben mich schon immer fasziniert.

Freue mich über jeden ausführliche Bericht!

Viele Grüße
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sme
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Beitrag von sme »

die g&l gabs für rund 500 dm (!), die quads lagen knapp über tausend euronen.

vorweg;
ich gehöre zu den leuten bei denen eine getretene bass-drumm unter den fußsohlen kitzeln muß, und ein geschlagenes becken muß sich auch nach zischelndem blech anhören.
bei den meisten vorführungen, egal ob beim händler oder auf hifi-foren würde ich immer am liebsten sagen; geh`da ma beiseite, ich muß ma anne klangregler was drehen... :D


auf einigen wenigen cd`und lp`s gibt es tonale ausnahmeerscheinungen im bassbereich die ich als "tiefbass" bezeichnen würde.
so z.b auf roger hodgson`s lp open the door am anfang des stückes "Death and a Zoo", oder auf greg brown`s cd "poet game" das stück "ballingal hotel".
beide endstufen tun sich hier nichts, der bass kommt kellertief, er "atmet" förmlich, begleitet von windgeräuschen. man hat das gleiche, wohlige gefühl wie an einem kalten, regnerischen herbsttag wenn man mit einer wolldecke und einem heißen tee vorm kamin sitzt.... :?
ebenfalls lassen beide endstufen zu das man auf einigen aufnahmen den unterschied hören kann ob eine weich bespannte trommel mit oder ohne filzkugel am stick gespielt wird.

im mitteltonbereich hat mal die eine röhre die nase etwas vorne, dann mal wieder die andere. einen eindeutigen sieger kann ich hier nicht ausmachen.
auf der cd "rain tree crow" gibt es ein duell zwischen zwei bongospielern.
bei den quad`s hab ich das gefühl den platz an dem die beiden musiker spielen besser eingrenzen zu können, bei der g&l bilde ich mir ein hören zu können das einer der beiden spieler pflaster an den fingerkuppen trägt.

die g&l macht bei dave brubeck`s "take five" einen eindeutig hörbaren unterschied zwischen dem anschlaggeräusch und dem nachfolgendem ton am klavier, die quad`s stellen das instrument dafür räumlich etwas weiter hinter die lautsprecherbox.

im hochtonbereich zeichnet sich ein ähnliches bild ab.
wo ich bei der g&l den eindruck habe ein gaaanz klein wenig mehr details zu hören schaffen die quad`s eine räumlichkeit die sich links und rechts weiter um einen herumzieht.
chris rea`s "water sign" (dmm-lp) beginnt mit dem gemächlichem rollen der wellen am strand.
während man bei der g&l noch trocken im sand sitzt muß man bei den quad`s leider stehen, weil man sich schon ein stück im wasser befindet... :D warscheinlich zeigt sich hier der vorteil des getrennten monoaufbau in der räumlichkeit.

wenn ich allerdings die quad`s an ihre leistungsgrenze in bezug auf die lautstärke bringe, an den punkt wo die basswiedergabe anfängt einfluss auf die saubere höhen-, und mitteltonwiedergabe nimmt, will die g&l noch einen schritt weiter um in ihren "drehmomentstärksten" bereich zu kommen. und dann ist bei ihr immer noch etwas "luft" nach oben.

nur um hier keinen falschen eindruck zu machen; die 15watt der quads reichen aus das sich die fensterscheiben nach außen wölben. die lautstärke liegt weit über dem was ich zum entspannten musikhören brauche, und der nachbar soll sich gefälligst was eigenes kaufen.... :wink:

so jedenfalls zeigen sich die beiden akkrobaten an meiner kette. mag sein das sie mit anderen vorverstärkern und lautsprechern auch andere eigenschaften an den tag legen.
was sie allerdings beide nicht machen ist; mir die entscheidung leicht.... :?

interessieren würde mich jetzt mal ein vergleich zu einer modernen röhrenendstufe...
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