Hallo Arkadi!
Arkadi hat geschrieben:
ich will mit niemandem streiten, du weist das schon.
Wir streiten auch nicht, sondern tauschen unterschiedliche Meinungen aus, mit einem gesunden Mass an Polemik.
Arkadi hat geschrieben:
Aber, der Unsinn eigentlich beginnt schon bei dimensionieren eine SE Triodenenstufe mit einem zuhöen wicklungswiderstand und zu nidriegen Uebertragungsverhältnis(98% heutzutage gebaute AÜs) Ausgangsuebertrager.
Die Sache mit dem Wicklungswiderstand ist diskutabel - er sollte sicher nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sein - letzteres erlaubt dem Trafo zuviel Eigenleben, was interne Resonanzen angeht. Zu hoher Wicklungswiderstand ist aber genauso toedlich fuer den Klang wie hohe Eisenverluste...
Das mit dem Uebersetzungsverhaeltnis unterschreibe ich hingegen
absolut - bei den allermeisten Trioden ist es dem Klang zutraeglich, ueberanzupassen und auf das letzte halbe Watt zu verzichten.
Um das zu illustrieren - bei 2A3 und 300B bevorzuge ich Anpassungen ab 3,5 kOhm - also 4..5 Ri - bei den ueblichen 2,5 kOhm klingt zumindest die 300B viel schlechter als sie eigentlich koennte...
Arkadi hat geschrieben:
Dazu kommt noch hochohmiger Netzteil
Auch hier sind wir einer Meinung - das Netzteil muss auch fuer Eintakter hart und ueber den ganzen Frequenzbereich niederohmig sein.
Arkadi hat geschrieben:
und mehr als Zweistufiger Konzept, oder zweistufiger mit Kaskode u.ä. Schaltungsacrobatic, schwachen Treiberröhren.
Hier sind wir in Grenzen einer Meinung - bei mehr als einer Spannungsverstaerker/Treiberstufe wird
fast immer etwas klangrelevantes falsch gemacht - ebenso ist
Schaltungsakrobatik wie SRPP oder mu-Folger oder die Kaskadierung von Triodenstufen in unguenstigem Arbeitspunkt eher klangabtraeglich - genauso wie die Benutzung steiler Trioden hoher Verstaerkung in Treibern, die dann naturgemaess sehr nahe am Gitterstrombereich betrieben werden, und daher keinen
headroom haben und oft ohne Ende klirren...
Arkadi hat geschrieben:
Das ist der Grund dafür das man ohne Gegenkopplung sogar Pentode nicht auskommt.
Wenn alles andere "gerade" gebaut ist, wofür wird eine unlineare Bauteil, wie Pentode ist, notwendig, um Ungeradheiten gerade zu biegen oder um das was Gerade ist, schief zumachen!?
Pentoden sind in Spannungsverstaerkerstufen, so man das richtige Modell mit grossem Schirmgitterdurchgriff, nicht zu hoher Steilheit und hinreichend grossem Ruhestrom waehlt, deutlich linearer als Trioden mit grossem mu - und solche braucht man fuer einstufige Treiber.
Also trifft Deine letzte Aussage nicht den Kern der Sache, jedenfalls nicht den meines Ansatzes...
(
Meine Pentodentreiber produzieren bei den benoetigten Treiberspannungen dominant k2, kaum Klirr hoeherer Ordnung, und haben einen konstanten Ausgangwiderstand im Einsatzbereich - im Gegensatz zur Mehrzahl der ueblichen Triodentreiber... und das ohne Hexerei oder Tricks. Und Ueber-Alles-Gegenkopplung wird wegen der Ueberanpassung auch nicht gebraucht... der Daempfungsfaktor ist fuer roehrentaugliche Lautsprecher bei Ueberanpassung der Endtriode hoch genug.)
Gruss
Micha
=->
PS: Damit meine Aussage nicht falsch verstanden wird - ich gehe durchaus davon aus, dass Dein "Eisenschwein" fuer Dich und viele andere sehr gut klingt, und ich habe nicht die Absicht, Deinen Ansatz niederzumachen - wenn er fuer Dich funktioniert, ist das gut so.
Allerdings glaube ich, dass es viele Wege gibt, die nach Rom (oder ins Audionirvana) fuehren - jeder davon hat andere Kompromisse,
DAS Ideal gibt es wohl nicht.